Sophie Domres

Deutschlandstipendiatin

Alumna
Sophie Domres

Studiengang
International Relations, B.A.

Abschluss
2019

Deutschlandstipendiatin
September 2016 bis März 2019

Förderer
Niederrheinische Verkehrsbetriebe 
Aktiengesellschaft (NIAG)

 

Sie wurden 2016 als Stipendiatin für das Deutschlandstipendium ausgesucht. Wie haben Sie damals den Bewerbungsprozess erlebt?

Den Bewerbungsprozess habe ich damals als sehr angenehm und fair empfunden. Neben den studentischen Leistungen wird sehr auf das ehrenamtliche beziehungsweise gesellschaftliche Engagement der Bewerberinnen und Bewerber geachtet. Ich kann allen engagierten Studierenden der Hochschule Rhein-Waal nur empfehlen, sich zu bewerben!

Welche Bedeutung hatte das Deutschlandstipendium für Ihre Studienzeit? / Was hat es Ihnen ermöglicht?

Das Deutschlandstipendium hatte tatsächlich eine sehr große Bedeutung für meine Studienzeit. Ich konnte mich zu 100 Prozent auf mein Studium konzentrieren, ohne nebenbei großartige Geldsorgen im Hinterkopf zu haben.

Auf der anderen Seite hat mir das Stipendium aber auch ermöglicht, mich ehrenamtlich für Herzensprojekte zu engagieren. So hatte ich das große Privileg, mich an der Hochschule Rhein-Waal in der Kommission für Finanzen, der UNICEF Hochschulgruppe und einem Mentoren Programm für meinen Studiengang Internationale Beziehungen zu engagieren.

Des Weiteren konnte ich meine Fähigkeiten in dem Projekt „UN im Klassenzimmer“ der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) einbringen. Im Rahmen dessen bin ich für die Konzeption und Umsetzung von Projekttagen beziehungsweise -wochen zuständig. Ziel des Projektes ist die Vermittlung von Grundlagenwissen zu den Vereinten Nationen, wie zum Beispiel deren Ziele, Aufgaben und Aufbau, sowie die Komplexität internationaler Zusammenarbeit. In der anschließenden Simulation des Sicherheitsrates, entweder in deutscher oder englischer Sprache, werden aktuelle Themen wie der bewaffnete Konflikt im Jemen, Kindersoldaten oder dem Konflikt zwischen Israel und Palästina diskutiert. In diesem Modul schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in die Rolle eines Diplomaten oder einer Diplomatin und diskutieren über Lösungsansätze zu dem jeweiligen Thema. Seit November 2017 wirke ich an Planung und Durchführung von mehrtägigen Schulungen der DGVN mit. Ziel der Schulungen ist die Ausbildung neuer Teammitglieder für das Projekt „UN im Klassenzimmer“.

Ohne das Stipendium hätte ich die freie Zeit neben dem Studium mit einem Nebenjob verbringen müssen. Ich bin daher sehr dankbar, für einen so langen Zeitraum durch das Deutschlandstipendium gefördert worden zu sein. Es hat mir sehr geholfen, mich persönlich weiterzuentwickeln.

Wie intensiv war der Kontakt zu dem Unternehmen, das Sie gefördert hat?

Während meiner Förderungszeit stand ich stets im intensiven Kontakt zur NIAG. In regelmäßigen Abständen habe ich meine Betreuer besucht und wir haben uns ausgetauscht. So konnte ich auch mal in Arbeitsbereiche hineinschnuppern, die nicht direkt mit dem Fach Internationale Bezeigungen in Verbindung gebracht werden.

Können Sie uns aus Ihrer Erfahrung sagen, was die Unternehmen dazu motiviert, Deutschlandstipendien zu vergeben?

Ich kann natürlich jetzt nur aus meinen Erfahrungen sprechen. Ich glaube, dass viele Unternehmen sehr dankbar sind, wenn sie etwas zurückgeben und leistungsstarke, motivierte und engagierte Studierende unterstützen und fördern können. Zusätzlich ist es für ein Unternehmen natürlich auch immer ein Gewinn, sich im Umfeld von jungen Studierenden beziehungsweise Absolventinnen und Absolventen zu bewegen. Nicht nur um vielleicht zukünftige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kennenzulernen, sondern vielleicht auch um Ideen der Studierenden in die eigene Arbeit hineinfließen zu lassen.

Sie wurden insgesamt drei Jahre lang gefördert. War es schwierig die Verlängerung des Stipendiums zu erhalten?

Ich persönlich fand es nicht schwierig, eine Verlängerung zu erhalten. Durch das Stipendium konnte ich meine Leistungen durchweg verbessern und mein Ehrenamt ausbauen und intensivieren. Das Stipendium hat es mir in gewisser Hinsicht sogar eher erleichtert, mein Profil weiter zu schärfen und auszubauen. Hier kann ich aber natürlich nur meine Perspektive wiedergeben.

Aktuell machen Sie ein Auslandspraktikum am Goethe-Institut in Santiago de Chile. Wie sehen Ihre weiteren Pläne für die Zukunft aus?

Bis Juni werde ich erstmal in Chile bleiben und neben meinem Praktikum noch ein wenig herumreisen und dieses tolle Land kennenlernen. Im Anschluss werde ich dann meinen Master beginnen. Die Bewerbungen laufen gerade noch.