Forschungskooperation mit Ruanda in angewandter Makroökonomie

Ein Projekt finanziert von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Die Fakultät Gesellschaft und Ökonomie der Hochschule Rhein-Waal beteiligte sich von November 2015 bis Juni 2017 an dem Hochschulkooperationsprojekt "Forschungskooperation mit Ruanda in angewandter Makroökonomie". Das Projekt wurde durch Mittel der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) finanziert und fördert den Aufbau von personellen Kapazitäten in Regierungsinstitutionen und Universitäten in Ruanda.

Der Beitrag der Hochschule Rhein-Waal bestand darin, die Lehre im Bereich quantitativer Makroökonomie in Ruanda zu unterstützen, indem sie Workshops, Seminare, Vorlesungen und Übungen konzipierte, die auf die Bedürfnisse von Ruandas Universitäten zugeschnitten sind. Aus diesem Grund wurde eine Bedarfsanalyse durchgeführt, die Wissenslücken und Herausforderungen im ruandischen Hochschulsystem und in ausgewählten Regierungsinstitutionen identifiziert.

Die Bedarfsanalyse diente als Grundlage für die Gestaltung von Trainingsmodulen, die sich mit  makroökonomischen Analysen und Investitionsplanung befassten. Die Zahl der Hochschulabsolventen (inkl. Doktoranden) ist derzeit zu niedrig, um die Bedarfe der akademischen und Regierungsinstitutionen abzudecken. Das langfristige Ziel der Kooperation ist es, die gesamte Qualität des ruandischen Bildungssystems durch eine höhere Anzahl an Doktoranden und durch besser ausgebildetes Universitätspersonal zu stärken.

Im Oktober 2016 startete ein von der HSRW konzipiertes "Brücken-Programm" für ruandische Master-Absolventen. Dieses Programm zielt darauf ab die Studierenden auf eine anschließende Promotion vorzubereiten und wird vom Economic Policy Research Network Rwanda (EPRN) organisiert und an der Universität von Ruanda in Kigali durchgeführt. Zusätzlich ist es das Ziel, eine dauerhafte Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen der Hochschule Rhein-Waal und der Universität von Ruanda aufzubauen. Ein Teil dieser Zusammenarbeit könnte beispielswese der Austausch von Hochschulpersonal, sowie die Arbeit an gemeinsamen Projekten sein.

Das Hochschulkooperationsprojekt ist ein integraler Bestandteil des GIZ Programms "Makroökonomische Beratung zur Armutsbekämpfung", das von 2010 bis 2018 in Ruanda durchgeführt und durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert wird. Das Programm ist landesweit aktiv und unterstützt Regierungsinstitutionen (vor allem das Ministerium für Finanzen und Wirtschaftsplanung Minecofin) mit Politik-, Fach-, Organisations- und Prozessberatung im Bereich Makroökonomie.

Projektleitung

Prof. Dr. Oliver Serfling
Professor für Wirtschaftspolitik und Entwicklungsökonomik
 

 

Projektmitglieder

Prof. Dr. Gregor van der Beek
Professor für Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Finanzwissenschaften

Prof. Dr. Jakob Lempp
Professor für Politologie mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen

Lena Gutheil, M.Sc.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Sustainable Development Management, M.A.

 

Konsortialpartner

ICON-INSTITUT Public Sector GmbH

Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI)

Universität Koblenz-Landau

Hochschule Rhein-Waal

 

Beauftragt durch

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)