Leitbild Diversität
Die Hochschule Rhein-Waal ist eine der führenden Hochschulen in Deutschland bezüglich des Anteils internationaler Studierender und Mitarbeitenden. Mehr als die Hälfte aller Studierenden kommen aus insgesamt über 120 verschiedenenLändern. So sind auch die verschiedenen Kommissionen und die ausführenden Organe der Hochschule divers aufgestellt und arbeiten, wenn möglich, zweisprachig auf Deutsch und Englisch. Die Hochschule begrüßt die Zweisprachigkeit im täglichen Miteinander als eine Voraussetzung für die gelingende Kommunikation und Teilhabe der Hochschulmitglieder auf allenEbenen.
Die Vielfalt unserer Studierenden und Mitarbeitenden in Bezug auf ihre Internationalität, soziale und andere Merkmale, z.B. kulturelle oder ethnische Herkunft, Religion- und Weltanschauung, Gender, akademische Kulturen, Migrationsgeschichte, Familienverantwortung, (Dis-)Abilities, Alter, Interessen und Kompetenzen ist essentiell für Lehre und Forschung und entscheidend für die Ausbildung selbstbewusster, junger Menschen sowie für das Funktionieren der Hochschule. Die Hochschule Rhein-Waal bildet eine Gemeinschaft, die international und integrativ ist, und in der ein Austausch über Kulturen, Gendern, Ansichten und Werte hinweg täglich in allen Fakultäten und Abteilungen gelebt wird.
Diversität auf dem Campus geht weit über die Übersetzung zwischen Sprachen hinaus: Die Vermittlung zwischen verschiedenen Erwartungen, sei es durch unterschiedliche Herkunftsländer, akademische Erfahrungen, sozioökonomischen Status oder auch die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Disziplinen oder Statusgruppen, ist eine zentrale Herausforderung, Besonderheit und zugleich eine Chance für unsere Aktivitäten im Bereich der Lehre, Forschung und Verwaltung. Um die Teilhabe aller zu ermöglichen, entwickelt die HSRW Mechanismen, um die Hintergründe und Perspektiven ihrer Mitglieder zu berücksichtigen, die Anforderungen zu reflektieren und anzupassen, potentielle Schwierigkeiten und Exklusionen zu erkennenund Lösungen zu entwickeln. Zu nennen sind hier die Selbstverpflichtungen im Kontext der Audits, Days of Antidiscrimination, Aktionstage z.B. IDAHOBIT, Qualitätsdialoge usw. Die mit Sicherung der Teilhabe verbundenen Ämter (u.a.Antidiskriminierung – Gleichstellung – Schwerbehindertenvertretung) werden durch intensive Anbindung an Leitungsstrukturen der Hochschule gestärkt und bei Notwendigkeit ausgebaut.
Auf Ungleichheiten (wie Gender Pay Gap, ungleiche Bildungschancen, Machtmissbrauch) und mögliche Exklusionserfahrungen (z.B. im Kontext von Rassismus, Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus oder sexueller- und gender-Identitätsbezogener Exklusionen usw.) geht die Hochschule in allen Bereichen bewusst eingreifend ein. Dazu gehört die Gestaltung eines barrierefreien, inklusiven Campus (im Sinne der Mobilität, Sicherung der Lernräume, Safe Spaces aber auch mit Bezug auf die Genderidentitäten, Gesundheit, Pflegeverantwortung usw.) an beiden Standorten, nicht nur durch bauliche Maßnahmen und die Möglichkeit eines Nachteilsausgleichs bei Prüfungsleistungen, sondern auch durch individuell gestaltete Lehre und Forschung sowie ein respektvolles Miteinander aller Mitglieder mit Blick darauf, ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen. Die Reflexion der Machtstrukturen und (potentieller) Gewalterfahrungen sowie die Entwicklung entsprechender Sicherungsmechanismen, um diesen entgegenzuwirken, gehört im Sinne des Teilhabekorrektivs zumSelbstverständnis der Hochschule. Die HSRW stellt sich gegen jegliche Form von Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität und kooperiert hier mit externen Akteur*innen auf lokalen, regionalen, Landes- und Bundesebene sowie international.
Ein ausgeprägtes Bewusstsein für den Wert der Vielfalt aller unserer Mitglieder und proaktive Prozesse, die sich auf die akademische wie nicht akademische Eingliederung und Integration frühzeitig konzentrieren, sind Kernelemente der Arbeit und des Auftrags der Hochschule Rhein-Waal. Lehre, Forschung und Campusleben dienen der Demokratie, Freiheit, Gleichheit, Mitbestimmung und Partizipation, die die Vielfalt aller Mitwirkenden erst ermöglichen. Diese gelebte Diversität berücksichtigt verschiedeneVoraussetzungen aller Interessengruppen, respektiert und unterstützt die Vielfalt der Hochschulmitglieder und gibt somit allen Beteiligten der Hochschule die Chance, vom Umfeld unterstützt, die eigenen Ziele erfolgreich zu verwirklichen.
Zuständigkeit und Ansprechpersonen
Die Kommission für Diversity unterstützt die Hochschule in allen Fragen bezüglich der Diversität und Teilhabe, inklusive Antidiskriminierungsfragen. Zum Aufgabenbereich der Kommission für Diversity gehören z.B.
- Die Vorbereitung und Durchführung (Unterstützt durch das Vizepräsidium für Diversität) der Diversity-Audits und anderer diversitätsbezogener Monitoring Prozesse sowie Vernetzung mit anderen Diversity Kommissionen bundesweit im Bereich des Diversity Managements und Diversity on Campus;
- Vorbereitung der Mechanismen zur Diskriminierungsbekämpfung (Antidiskriminierungsrichtlinie) in enger Zusammenarbeit mit der Ansprechperson für Antidiskriminierung;
- Beratung der zuständigen Stellen im Bereich der sich wandelnden Gesellschaftlichen Diversität und ihrer Auswirklungen auf die Hochschule (in enger Zusammenarbeit mit der Gleichstellung);
- Stetige Justierung aller diversitätssensiblen Bereiche, die für das Funktionieren der HSRW relevant sind.
Die Aufgaben und die Zusammensetzung der Kommission regelt die Grundordnung der HSRW im § 9 Hochschulkommissionen. Der Zuschnitt der Aufgabenbereiche der Kommission wird durch den Senat im Einvernehmen mit dem Präsidium festgelegt.
Die Sitzungen der Kommission für Diversity finden in englischer Sprache und in der Regel dreimal pro Semester statt; anlassbezogene Sondersitzungen sind möglich. Die Sitzungen sind nicht öffentlich.
Die Arbeit der Kommission wird von der Persönlichen Referentin der Vizepräsidentin für Internationales und Diversität unterstützt. Die Vizepräsidentin für Internationales und Diversität, die Schwerbehindertenvertretung, die Beauftragte für Inklusion sowie der Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen nehmen beratend an den Sitzungen teil.
Der Kommission gehören als gewählte Mitglieder jeweils an:
- ein*e Vertreter*in der Gruppe der Hochschullehrer*innen aus dem Senat,
- vier Vertreter*innen der Gruppe der Hochschullehrer*innen,
- zwei Vertreter*innen der Gruppe der akademischen Mitarbeiter*innen,
- ein*e Vertreter*in der Gruppe der Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung,
- zwei Vertreter*innen der Gruppe der Studierenden.
Anja Große-Kreul
antidiskriminierung(at)
Was ist Diskriminierung und was sind unsere Angebote? Mehr im Flyer der Antidiskriminierungsstelle
Die Hochschule Rhein-Waal ist sich der aktuell verstärkten Bedrohungslage für jüdische und israelische Studierende an deutschen Hochschulen bewusst und weist darauf hin, dass sich Betroffene jederzeit an die Ansprechperson für Antidiskriminierung, Anja Große-Kreul, oder den Beauftragen gegen Anti-Semitismus, Prof. Dr. Matthias Krauledat von der Fakultät Technologie und Bionik, wenden können.
Kontaktperson:
Prof. Dr. Matthias Krauledat
antisemitism(at)
Ansprechpartnerin für die jüdische Studierendengemeinschaft:
Wenn Sie jüdische*r Studierende sind und einen (anonymen) Kontakt zu Ihren Kommilitonen wünschen, wenden Sie sich bitte an Shay-Rivka Knafo Shay-Rivka.Knafo(at)
Weitere Kontaktmöglichkeiten
Zentrale Stelle für Beratung und Monitoring von antisemitischen Vorfällen an Hochschulen in NRW
Netzwerk jüdischer Hochschullehrender
Studentisches LGBTQIA+ Department (AStA)
Weitere Kontakte in Kamp-Lintfort, Kleve und Umgebung
Lebenslust – LSBT*I* Beratung (in Kleve und Kamp-Lintfort möglich)
Queere Vereine
Together Kleve/Niederrhein
SLaM and Friends Moers e.V.
AIDS Testung & Beratung
Kleve
Duisburg
Änderung von Namen und Geschlechtseintrag
Studierende der Hochschule Rhein-Waal können Namen und Geschlechtseintrag in den von der Hochschule verwalteten Datenbanken ändern lassen. Aktuell gibt es vier Optionen zur Erfassung des Geschlechts: männlich, weiblich, divers, keine Angabe.
Grundsätzlich wird Studierenden empfohlen, sich den „Ergänzungsausweis“ der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (DGTI, www.dgti.org) zu beschaffen, um den Unterschied zwischen Personalausweis und Studiendokumenten erklären zu können. Dieser enthält den Wunschnamen und das Wunschgeschlecht, aber auch die Nummer des aktuellen Personalausweises.
Vor der formlosen Antragsstellung besteht die Möglichkeit einer persönlichen Beratung durch die Zentrale Studienberatung. Der Antrag muss mindestens die Formulierung enthalten, dass die antragstellende Person verbindlich erklärt, dass sie die Verantwortung für potentielle rechtliche Konsequenzen und Risiken der beantragten Änderung übernimmt. Zudem ist der Antrag eigenhändig zu unterschreiben und an Hochschule Rhein-Waal, Abteilung Studierendenservice, Marie-Curie-Straße 1, 47533 Kleve zu richten. Eine formlose Mail genügt nicht.
Zeugnisse und Urkunden werden (auch nachträglich) auf den Wunschnamen ausgestellt. Bei der nachträgliche Ausstellung von Abschlussdokumenten hat die Person einen formlosen Antrag an die Abteilung Prüfungsservice zu stellen. Der Antrag muss mindestens die Formulierung enthalten, dass die antragstellende Person verbindlich erklärt, dass sie die Verantwortung für potentielle rechtliche Konsequenzen und Risiken der beantragten Änderung übernimmt. Zudem ist der Antrag eigenhändig zu unterschreiben und an Hochschule Rhein-Waal, Abteilung Prüfungsservice, Marie-Curie-Straße 1, 47533 Kleve zu richten. Eine formlose Mail genügt nicht.
Website der zentralen Gleichstellung
Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen
Ellen Schönfeld
bstbce(at)
Studieren mit Behinderung oder chronischer Erkrankung
Inklusionsbeauftragte
Schwerbehindertenvertretung