Aufgaben und Ziele BGM
Beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement -kurz BGM- handelt es sich um einen systematischen, zielorientierten Managementansatz mit dem übergeordneten Ziel des Erhalts und der Förderung der Mitarbeitendengesundheit in einem Unternehmen (Petzi & Kattwinkel, 2016: 7).
Die Hochschule Rhein-Waal hat sich 2016 mit der ersten Beschäftigtenbefragung aktiv dafür entschieden, zukünftig die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten an der HSRW und den jeweiligen Standorten Kleve und Kamp-Lintfort zu erhalten und zu fördern.
Wie die Abbildung verdeutlicht, ist BGM mehr als ein Sport- oder Ernährungskurs, obgleich diese im Sinne der betrieblichen Gesundheitsförderung wichtige Maßnahmen im Kontext des BGMs darstellt.
Das BGM an der HSRW soll betriebliche Prozesse so gestalten, dass sie die Gesundheit der Mitarbeitenden nicht gefährden und wenn möglich sogar fördern. Um dies an der Hochschule umzusetzen, ist sowohl die Zusammenarbeit unterschiedlicher interner Organisationseinheiten zugunsten der Gesundheit sowie die Partizipation der Beschäftigten maßgeblich.
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Angebote und Anlaufstellen
Täglich bringen wir viel Energie auf, um unserer Arbeit nachzugehen. Dabei sind wir nicht nur geistig, sondern auch physisch gefordert. Denn wer lange Zeit hochkonzentriert arbeitet, verfällt früher oder später in eine schlechte Körperhaltung. Dauerhaft kommt es zu Beschwerden wie Nacken- sowie Schulterverspannungen, einer schlechten Körperhaltung oder auch versteiften Gelenken.
Die Aktive Pause ist ein Angebot des Betrieblichen Gesundheitsmanagements der Hochschule Rhein-Waal und richtet sich an alle interessierten Beschäftigten, die ihre Pause zur Mobilisierung, Kräftigung sowie Dehnung ihres Körpers nutzen möchten.
Dabei suchen die Kursleiter*innen die Beschäftigten in den jeweiligen Hochschulgebäuden auf und leiten eine 15 minütige Bewegungseinheit an. Diese dient dazu Stress abzubauen sowie Verspannungen zu mindern. Die Bewegungseinheiten werden durch den Einsatz von Terrabändern unterstützt und finden in angemessener Übungsintensität unmittelbar am Arbeitsplatz statt.
Ziele der Aktiven Pause:
- Verbesserung körperliches Wohlbefinden (Herz-Kreislauf Training, Gleichgewichtstraining, Rückenschule, Muskelkräftigung und -dehnung)
- Verbesserung geistiges Wohlbefinden (Konzentrationsfähigkeit erhöhen, aktive Entspannung, Stressabbau)
- Soziales Wohlbefinden steigern (Teambuilding, Spaß, Austausch)
Ein entscheidender Aspekt des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) ist eine bedarfsorientierte Maßnahmenplanung, welche eine genaue Erhebung der bestehenden Arbeits- sowie Organisationsbedingungen voraussetzt.
Die HSRW nutzte 2016 die hochschulweite Beschäftigtenbefragung als Startschuss für den Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Im Rahmen der psychischen Gefährdungsbeurteilung soll die Beschäftigtenbefragung zukünftig in regelmäßigen Abständen weitergeführt werden, um bedarfsorientierte Maßnahmen entwickeln zu können als auch Erkenntnisse hinsichtlich Verbesserungspotenzialen und Stärken zu gewinnen.
Wie läuft die Beschäftigtenbefragung an der HSRW ab?
Die Befragung der Beschäftigten erfolgte mit dem Bielefelder Fragebogen, welcher durch die Universität Bielefeld entwickelt und speziell für Universitäten sowie Fachhochschulen entworfen wurde (für mehr Informationen zum Erhebungsinstrument, klicken Sie hier). Durch die Nutzung des Bielefelder Fragebogens, der ebenfalls an anderen Hochschulen verwendet wird, ist es möglich Vergleiche zu ziehen und diese für das weitere Vorgehen zu nutzen.
Die Teilnahme an der Befragung erfolgt auf freiwilliger Basis sowie anonym und wird durch das externe Institut Salubris begleitet und ausgewertet. An die Hochschule Rhein-Waal fließen nur gruppenbezogene Ergebnisse zurück, die keinen direkten Bezug auf einzelne Personen zulässt. Bei einer Teilnahme von weniger als zehn Personen (mit der gleichen Merkmalkombination) einer Organisationseinheit erfolgt, zur Wahrung der Anonymität keine Ergebnisauswertung. Ausschließlich zu Forschungszwecken werden einige anonyme Daten weiter durch Salubris verarbeitet und genutzt. Das Vorgehen wird stets mit dem Datenschutzbeauftragten unserer Hochschule und beiden Personalräten abgestimmt.
Zum Ende der Befragung wird die anonymisierte Auswertung zunächst an das Präsidium sowie das BGM der HSRW übermittelt. Anschließend folgt die Präsentation der Ergebnisse an beiden Standorten im Kontext einer Informationsveranstaltung und steht allen interessierten Beschäftigten offen.
Die Bedarfsermittlungen werden in regelmäßigen Abständen durchgeführt.
Unser Alltag sieht meist so aus: Wir sitzen zu lange und bewegen uns zu wenig. Auf der Arbeit, im Auto oder abends auf der Couch. Und das meist ohne körperliche Anstrengung zwischen diesen Sitz - Einheiten.
Warum sollten wir uns also bewegen?
Mehrere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass wir grundsätzlich häufiger aufstehen und uns bewegen sollten. Körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus. Die Benefits liegen auf der Hand. Wir stärken das allgemeine Wohlbefinden und tun nicht nur etwas für die körperliche sondern auch für die psychische und soziale Gesundheit. Damit nehmen wir Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem, sowie das Muskel-Skelettsystem und beugen Erkrankungen vor.
Das BGM möchte deshalb mit diesen nachfolgenden Angeboten zu mehr Bewegung im (Arbeits-)alltag animieren.
Hochschulsport
Wenn beim Studium oder der Arbeit die Köpfe rauchen, ist ein Ausgleich ideal: Die Hochschule Rhein-Waal bietet deshalb für Studierende wie Beschäftigte in Kleve und in Kamp-Lintfort ein breites Sportangebot an.
Aktive Pause
Die Aktive Pause ist eine 15 minütige Bewegungseinheit und richtet sich an alle interessierten Beschäftigten, die ihre Pause zur Mobilisierung, Kräftigung sowie Dehnung ihres Körpers nutzen möchten. Hier erhalten Sie weitere Informationen zu Zielen sowie Zugang zur Aktiven Pause (Digital) über WebEx.
Bewegung @ home
Um am Schreibtisch daheim im eigenen Tempo und ohne viel Gesuche etwas Bewegung in den Alltag reinzubringen, gibt es hier Videos für zu Hause.
Den Alltag im Büro verbringt die Mehrheit von uns im Sitzen. Ob bei Teamsitzungen, Telefonkonferenzen oder der generellen Arbeit am Bildschirm. Akute Beschwerden sind dabei seltener zu beobachten, dennoch ist die ergonomische Gestaltung der Arbeitsmittel (dazu zählen bspw. Bürostuhl, Schreibtisch und Bildschirm) in Anbetracht der Zeit, die wir im Sitzen verbringen von großer gesundheitlicher Bedeutung. Nicht selten führt langes Sitzen zu Verspannungen, Rückenbeschwerden, Sehstörungen, Beschwerden im Schulter- und Nackenbereich, Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen und stressbedingten Symptomen.
Möchten Sie Ihren Arbeitsplatz ergonomisch prüfen lassen? An der HSRW besteht das Angebot der ergonomischen Arbeitsplatzbegehung. Nehmen Sie Kontakt auf und vereinbaren Sie einen Termin!
Gemeinsam für die Gesundheit
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement versteht sich als ganzheitliches Konzept, an dem zahlreiche Akteure innerhalb unserer Hochschulgemeinschaft partizipieren und mit zum Erfolg beitragen. Hier finden Sie weiterführende Informationen zu Angeboten und Anlaufstellen innerhalb der Hochschule Rhein-Waal:
Die Gesundheitsvorsorge oder auch Krankheitsprävention ergänzt die Gesundheitsförderung und möchte Erkrankungen möglichst frühzeitig erkennen und vermeiden.
Häufig gehen wir erst zum Arzt, wenn wir bereits krank sind. Dabei können wir durch eine gute und regelmäßige Vorsorge schleichende Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder ernsthafte Rückenbeschwerden frühzeitig erkennen und entsprechend handeln.
Im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung besteht für Personen ab dem 18. Lebensjahr (einmalig) und ab dem 35. Lebensjahr (alle drei Jahre) die Möglichkeit den Gesundheits-Check-up in Anspruch zu nehmen (Bundesministerium für Gesundheit, 2020). Neben Vorsorgemaßnahmen der GKV gibt es auch im beruflichen Setting Möglichkeiten, um der eigenen Gesundheit vorzusorgen. Das BGM der Hochschule konzentriert sich hierbei besonders auf folgende Pflichten und Angebote.
Arbeitsbedingte Erkrankungen:
Eine arbeitsbedingte Erkrankung ist bereits dann anzunehmen, wenn Belastungs- und Gefährdungspotenziale des Arbeitsplatzes die Gesundheitsstörung beeinflusst, zum Teil verursacht oder verschlimmert haben (z.B. Erkrankungen als Folge psychischer Belastungen am Arbeitsplatz). Es ist auch unerheblich, ob eine individuelle körperliche Veranlagung, altersbedingte Aufbrauchserscheinungen oder außerberufliche Ursachen wesentlich zur Entstehung der Erkrankung beigetragen haben.
Präventive Vorsorgeuntersuchungen
Bei den angebotenen Vorsorgeuntersuchungen des BGM handelt es sich um Maßnahmen zur Verhütung arbeitsbedingter Erkrankungen sowie Berufskrankheiten. Vorsorgeangebote werden in drei Kategorien aufgeteilt.
Pflichtvorsorge:
Vorsorge, die der Arbeitgebende bei bestimmten besonders gefährdenden Tätigkeiten zu veranlassen hat. Die Durchführung der erforderlichen Pflichtvorsorge ist Tätigkeitsvoraussetzung. Die Teilnahme an einer Pflichtvorsorge durch die Beschäftigten ist demnach verpflichtend und erforderlich, um die Tätigkeit (weiter) ausüben zu dürfen.
Angebotsvorsorge:
Vorsorge, die der Arbeitgebende bei bestimmten gefährdenden Tätigkeiten anzubieten hat. Für die Beschäftigten ist die Teilnahme an der Angebotsvorsorge jedoch freiwillig.
Wunschvorsorge:
Vorsorge, die der Arbeitgebende den Beschäftigten nach §11 des Arbeitsschutzgesetzes zu ermöglichen hat. Es liegt an den Beschäftigten diesen Anspruch geltend zu machen. Dieser besteht nur dann nicht, wenn aufgrund der Gefährdungsbeurteilung und der getroffenen Schutzmaßnahmen nicht mit einem Gesundheitsschaden zu rechnen ist.