Warum FDM?
Forschungsdaten sind der Grundstoff wissenschaftlichen Arbeitens – ihre strukturierte Handhabung trägt zu einem ressourcenschonenden, qualitätsorientierten und transparenten Forschungsprozess wesentlich bei. Forschungsdatenmanagement (FDM) unterstützt Sie dabei, die zunehmenden Vorgaben von Forschungsförderungsorganisationen oder Kooperationspartner*innen zu erfüllen.
FDM ist dabei kein starres Gerüst, sondern eine Reihe von Entscheidungen, die Sie für Ihr Forschungsvorhaben individuell treffen und unter Berücksichtigung fachspezifischer Besonderheiten anpassen können. Insgesamt erleichtert ein planvoller Umgang mit Forschungsdaten wissenschaftliches Arbeiten und erhöht die Chancen zur Einwerbung von Fördermitteln.
Sie haben Fragen zum Umgang mit Forschungsdaten?
- Datenrecherche
- Datenmanagementpläne
- Speicherung
- Datenbereinigungs-Tools
- Datenanalyse-Tools
- Kollaborations-Tools
- Datendokumentation
- Datenpublikation
- Archivierung
Kontaktieren Sie das Team Forschungsdienste der Bibliothek. Wir beraten Sie gerne zu den genannten Themen und unterstützen Sie bei der Auswahl geeigneter Tools und Plattformen für Ihr Forschungsvorhaben:
12 Argumente für Forschungsdatenmanagement
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Was sind Forschungsdaten?
Forschungsvorhaben können viele verschiedene Formen annehmen. Ebenso vielfältig können die der Forschung zugrundeliegenden Daten sein: Umfrage- und Beobachtungsdaten, Labor- und Messwerte, Texte und audiovisuelle Daten, Simulationen, um nur einige zu nennen.
Unabhängig vom jeweiligen Typ gilt, dass ein strukturierter, fachadäquater Umgang mit Forschungsdaten zur nachhaltigen und qualitätsorientierten wissenschaftlichen Praxis beiträgt.
Forschungsdatenmanagement in der Praxis
Der strukturierte und auf Nachnutzbarkeit bedachte Umgang mit Forschungsdaten spielt in Forschungsvorhaben eine wichtige Rolle. In verschiedenen Phasen Ihrer Arbeit unterstützt Sie das Team Forschungsdienste der Bibliothek mit lösungsorientierten FDM-Serviceangeboten, um Ihre Forschungsdaten auffindbar, verfügbar, interoperabel und nachnutzbar – kurz: FAIR – zu machen. Kontaktieren Sie uns bei Unterstützungsbedarf zu den nachfolgenden Aspekten gerne unter Forschungsdaten(at)
Die frühzeitige Planung des Umgangs mit Forschungsdaten spart nicht nur Zeit und Arbeit, sondern bereitet auch der Sichtbarkeit und dem Transfer Ihrer Forschungsleistungen den Weg. Zudem stellen auch Organisationen der Forschungsförderung vielfach Vorgaben zum Forschungsdatenmanagement auf, deren Erfüllung für eine erfolgreiche Antragstellung essentiell ist. Ein Datenmanagementplan (DMP) ist in der Planungsphase (und darüber hinaus) daher ein nützliches, teilweise obligatorisches Dokument. Eine Orientierungshilfe zur Erstellung eines DMPs (inkl. Links zu Mustervorlagen und Beispielen aus der Praxis) bietet Ihnen der DMP-Wegweiser der HSRW, einen ausfüllbaren Mustertext der DMP-Grundriss der HSRW.
Die Veröffentlichung von Forschungsdaten unter einer freien Lizenz ergänzend zu wissenschaftlichen Textpublikationen ist mittlerweile gängig. Dies eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Daten aus vorangegangenen Projekten nachzunutzen, z.B. zur Erweiterung der eigenen Datenbasis oder als Vergleichswerte. In zahlreichen Datenrepositorien sind Vorarbeiten zugänglich.
Die sichere Speicherung von und kollaborative Arbeit mit Forschungsdaten sind Schwerpunkte des Datenmanagements in der Phase der Datenerhebung und -analyse. Forschungsdaten sind ein wertvolles Gut. Neben einer grundsätzlichen Strategie zur Vermeidung von Datenverlust (3-2-1-Prinzip) spielen bei der Auswahl geeigneter Speichersysteme Fragen nach Datensicherheit, Datenmengen, Datenschutz etc. eine Rolle. Die HSRW empfiehlt ihren Forschenden die Nutzung der hochschuleigenen Netzlaufwerke und des kostenlosen Clouddiensts sciebo. Für größere Datenmengen bis 1 TB beantragen wir gerne sciebo-Projektboxen für Sie. Die wachsende Bedeutung des Handlungsfelds Forschungsdatenmanagement konkretisiert sich im Aufbau leistungsfähiger bundesweiter Infrastrukturen und Supportangebote. Die Services der Fachkonsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) stehen Wissenschaftler*innen zur Nutzung zur Verfügung, um Forschungsdaten auf fachspezifischer Basis zu bearbeiten und bereitzustellen. Sprechen Sie uns an, wir begleiten Sie dabei, externe Expertise und Plattformen einzubeziehen.
Die Verfügbarmachung von Forschungsdaten trägt dazu bei, Ihre wissenschaftlichen Aktivitäten in größerem Umfang sichtbar zu machen. Zahlreiche Repositorien eignen sich zur langfristigen Bereitstellung Ihrer Forschungsdaten. Den Grad der Zugänglichkeit – von Open über Restricted bis hin zu Closed Access – können Sie dabei gemäß projektbezogenen Möglichkeiten oder Vorgaben häufig gezielt steuern. Vermehrt werden Datenpublikationen als eigenständige Publikationsleistungen anerkannt und bewirken nachweislich einen Vorteil bei der Zitierung Ihrer Forschungsergebnisse. Als institutionelles Angebot steht Ihnen der OPUS Publikationsserver zur Bereitstellung von Forschungsdaten zur Verfügung, wir beraten Sie gerne auch zu Alternativen.