Beim Girls' und Boys'Day am 23. April 2026 können Mädchen, Jungen und genderqueere Jugendliche ab der 5. Klasse wieder hinter die Kulissen der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) schauen. Die Fakultäten in Kamp-Lintfort und Kleve bieten auch diesmal spannende Einblicke in Berufsfelder und Studiengänge
Kindererziehung studieren ist nur was für Mädchen, Ingenieurwissenschaften sind nur was für Jungs? So strikt getrennt läuft die Berufswahl unter jungen Leuten zum Glück längst nicht mehr ab, wie das Statistische Bundesamt im vergangenen Jahr feststellte. Die Grenzen zwischen vermeintlich „frauentypischen“ und „männertypischen“ Berufen sind inzwischen durchlässiger geworden, aber noch lange nicht durchbrochen. Deshalb findet auch in diesem Jahr wieder der Girls' and Boys' Day statt, an dem sich die Hochschule Rhein-Waal erneut beteiligt.
Beim Zukunftstag an der HSRW können Jungen Bereiche ausprobieren, die vermeintlich eher Mädchen interessieren, wie Kindererziehung, Bibliothekswesen und Soziologie. Mädchen können an diesem Tag Berufsfelder entdecken, für die sich sonst angeblich nur Jungs begeistern, wie die Lebensmitteltechnologie, das Programmieren und als Mathe-Wissenschaftlerin zu arbeiten.
Der Zukunftstag startet um 8:30 Uhr mit einem Kick-off der Zentralen Studienberatung (ZSB). Ab 9:15 Uhr beginnen die praxisnahen Mitmachaktionen. Dafür können sich Schüler*innen ab der 5. Klasse noch bis zum 9. April anmelden.
Das erwartet die Girls und Boys beim Zukunftstag auf dem Campus Kamp-Lintfort:
Im Erfinderinnen-Workshop können Mädchen Schritt für Schritt ein eigenes kreatives Produkt für sich und die Umwelt entwerfen und bauen. Jungen können im Analytiker-Workshop unter anderem mithilfe eines Eyetrackers das menschliche Verhalten erforschen.
Das erwartet die Girls und Boys beim Zukunftstag auf dem Campus Kleve:
Jungen können in Kleve ausprobieren, wie man mit kleinen Kindern spielt und sie gleichzeitig erzieht. In einem weiteren Angebot, können sie einen Tag lang die Welt des umweltfreundlichen Reisens wie echte Forscher erkunden. Oder sie tauchen per Escape Game in die Welt der Bibliothek ein und lernen beim Rätsellösen die Arbeit dort kennen.
Mädchen können auf dem Campus Kleve per Computer in die Zukunft schauen und Waldbrände vorhersagen. Im Techniklabor können sie einen Fensteralarm löten und programmieren. Als echte Mathe-Wissenschaftlerinnen lösen sie knifflige Aufgaben oder stellen mit Lebensmitteltechnologie Gummibären her.
Zum echten Campusleben gehört natürlich auch ein Besuch in der Mensa: Alle Teilnehmenden des Boys' und Girls'Day sind zu einem kostenfreien Mittagessen in der Mensa in Kleve bzw. Kamp-Lintfort eingeladen.
Hier gibt es eine Übersicht der Angebote mit Link zur Beschreibung und Anmeldung. Nach Ablauf der Anmeldefrist erhalten Interessierte detailliertere Informationen, u.a. zu den genauen Veranstaltungsorten.
Hintergrund
Seit dem Jahr 2001 öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland jährlich ihre Türen für Schülerinnen, die am Girls‘Day die Hochschullandschaft und die Arbeitswelt besser kennenlernen möchten. 2011 durften erstmalig Jungen am Boys‘Day teilnehmen, um auf diese Weise geschlechtsuntypische Berufsbilder und Studiengänge aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten. Der bundesweite Berufsorientierungstag für Mädchen und Jungen findet in diesem Jahr am 23. April statt. Dabei geht es für die jungen Menschen vor allem darum, ihren gewohnten Blick zu verändern und sich auf Unbekanntes einzulassen. Ziel des Zukunftstages ist es, Mädchen und Jungen ab der 5. Klasse für neue Themenfelder, Ausbildungsberufe, Hochschulen und Forschungszentren zu sensibilisieren.
Auch die Hochschule Rhein-Waal ist in diesem Jahr wieder mit dabei. Sie möchte den Schüler*innen einen wichtigen Impuls für eine vielfältige Berufs- und Studienorientierung – frei von Geschlechterklischees – geben. Durch spannende Aktionen und Projekte zum Mitmachen sollen Neugier und Interesse geweckt werden. Darüber hinaus werden altersgerechte Vorträge und kleine Versuchsreihen angeboten.