Das BOX-Labor(Behaviour, Observation & EXperience) der Hochschule Rhein-Waal gehört zur Laborlandschaft XpeRTiSE der Fakultät Gesellschaft & Ökonomie. Es ist vorrangig im Studiengang Kindheitspädagogik (B.A.) verortet und wird von Prof. Dr. Corinna Titze geleitet.
Das BOX dient der anwendungs- und praxisbezogenen und damit berufsvorbereitenden Ausbildung der Studierenden, deren beruflicher Alltag in den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern immer von einem hohen Maß an Interaktions- und Kommunikationsfähigkeit geprägt sein wird.
Es stellt einen Raum zur Verfügung, in dem es möglich ist, sich mit psychosozialen Interaktions-, Kommunikations- und Beratungssituationen auseinanderzusetzen, das eigene Verhalten (videogestützt) zu beobachten, um eigene Erfahrungen zu reflektieren und um eine professionelle Haltung zu entwickeln. Der Raum ist mit variabel zusammenstellbarem Mobiliar und entsprechenden Beratungsmaterialien ausgestattet, so dass er flexibel für verschiedene Settings angepasst werden kann (Gruppen bis etwa 15 Personen). Ergänzend ist die Nutzung eines integrierten Kamera- und Audiosystems zur Beobachtung, Aufzeichnung und Auswertung entsprechender Interaktionssequenzen möglich (unter Berücksichtigung der entsprechenden Datenschutzbestimmungen) und kann sowohl zur Dokumentation, Reflektion als auch Supervision genutzt werden.
Die Verknüpfung von Theorie und Praxis wird hier ermöglicht, eine Sensibilisierung für die Bedeutung der eigenen Haltung sowie der sprachlichen und interaktiven Softskills für den beruflichen Alltag – insbesondere in Tätigkeitsfeldern in leitender und beratender Funktion – wird praktisch erfahrbar.
In einem geschützten Rahmen können hier Kompetenzen z.B. hinsichtlich der Gesprächsführung (u.a. der gewaltfreien Kommunikation) erworben, angewendet und vertieft werden. Es wird die Möglichkeit geboten, eine ethisch-professionelle Haltung (weiter) zu entwickeln, sich zu reflektieren und Einstellungen ggf. kritisch zu hinterfragen.
Darüber hinaus werden unterschiedliche methodische Konzepte aus dem systemischen und diagnostischen Arbeiten vermittelt (z.B. Mediation, Sandspiel, Familienbrett), welche zunächst im Peer-Verfahren aktiv eingesetzt und ausprobiert werden sollen. Externe Kooperationen (z.B. zu Kitas, Schulen, Familienbildungs- und -beratungsstätten) sollen das Angebot dahingehend ergänzen, dass z.B. die Arbeit mit „realen“ Familien und Kindern vor Ort möglich sein wird, um einen noch größeren Praxistransfer zu leisten. Ebenso sollen zunehmend präventive Gruppenangebote integriert werden (z.B. soziale Kompetenztrainings, Mutmach-Gruppen, Wutgruppen, Ressourcentraining, Selbstwertstärkung…etc.), deren Einsatz im schulischen Kontext erwünscht aber aufgrund der personellen Ressourcen häufig nicht umgesetzt werden können.
Einen Einblick in die Arbeit im BOX bietet folgendes Video:
Testothek
Im BOX-Labor steht den Studierenden der Kindheitspädagogik (B.A.) eine umfangreiche Testothek aus aktuell mehr als 40 verschiedenen Testverfahren und Diagnostikinstrumenten zur Verfügung.
Die Studierenden haben hier die Möglichkeit, sich verschiedene Erhebungs- und Diagnoseverfahren u.a. in Bezug auf die Allgemeine Entwicklung, Sprache, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Mathematik, Motorik, Intelligenz, emotionale Entwicklung oder auch Schulfähigkeit anzueignen, Verfahren anzuwenden und auszuwerten.
Eine Übersicht über die vorhandenen Erhebungsverfahren kann vor Ort oder auch auf im zugehörigen Moodle-Kurs nachgeschlagen werden.
Mehr Informationen im Moodlekurs Testothek