Eine saubere Sache: Frohe Weihnachten aus der Fakultät Life Sciences

Im Sozialraum der Fakultät Life Sciences trifft Tradition auf Empirie: Warum der Weihnachtsbaum in diesem Jahr eine Waschmaschine trägt und was das mit der Zukunft der Hygiene zu tun hat.

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Weihnachtsbaum im Büroraum, geschmückt mit wissenschaftlichen Objekten wie Reagenzgläsern, gelben Laborschläuchen und Papieranhängern in Form von Waschmaschinen.
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Historische Waschmaschine aus Holz aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, bestehend aus einem hölzernen Bottich auf einem Gestell mit Metalldeckel.
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Historische Waschmaschine aus Holz aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, bestehend aus einem hölzernen Bottich auf einem Gestell mit Metalldeckel.
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Infotafel auf einer historischen Waschmaschine mit Text zur Geschichte des Waschens und zur aktuellen Hygiene-Forschung von Prof. Dr. Dirk Bockmühl.
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Nahaufnahme eines Weihnachtsbaumzweiges mit einem Papieranhänger, der eine moderne weiße Waschmaschine zeigt, umgeben von silbernem Lametta.

Es ist eine schöne, wenn auch erwartbare Tradition: Zum Jahresende hin erobert das Tannengrün die Flure der deutschen Hochschulen. Doch im Sozialraum der Fakultät Life Sciences an der Hochschule Rhein-Waal blitzt zwischen den Zweigen in diesem Jahr etwas hervor, das den üblichen Kanon aus Glaskugeln und Strohsternen bricht. Neben Weihnachtsschmuck hängt dort eine Miniatur-Waschmaschine.

Was auf den ersten Blick wie ein kurioser ästhetischer Bruch wirkt, ist in Wahrheit ein subtiler Verweis auf eine der drängendsten Fragen des modernen Haushalts. Der ungewöhnliche Baumschmuck symbolisiert die Arbeit der Forschungsgruppe um Professor Dr. Dirk Bockmühl. Im Fachgebiet Hygiene und Mikrobiologie widmet man sich hier jenem unsichtbaren Grenzbereich, in dem Energieeffizienz und Keimfreiheit miteinander ringen. Die Forschenden untersuchen unter anderem, wie Textilien auch im Niedrigtemperaturbereich, dem Schlüssel zum Energiesparen, mikrobiologisch einwandfrei gereinigt werden können.

Wer verstehen will, welchen Weg die Technik zurückgelegt hat, muss nur wenige Schritte weitergehen. Im zweiten Obergeschoss von Gebäude 12 steht, als hölzerner Zeuge einer mühsameren Zeit, eine historische Waschmaschine aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie ist ein technisches Memento mori: Während damals der Wasserverbrauch immens und die Bedienung Schwerstarbeit war, kämpft die Wissenschaft heute um jedes Grad Celsius weniger in der Trommel.

Mit dem Eindruck von technischem Wandel und wissenschaftlicher Beständigkeit möchten wir das Jahr ausklingen lassen. Wir wünschen allen Studierenden, Mitarbeitenden und Partnern der Hochschule einen guten Start ins Jahr 2026.