Science Communication & Bionics

Wissenschaftskommunikation vermittelt zwischen der Welt der Wissenschaft auf der einen Seite (also Forschungseinrichtungen und Hochschulen, aber auch forschungsintensiven Unternehmen) und unterschiedlichsten Gruppen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf der anderen. Essentiell ist hierfür sowohl ein unabhängiger Qualitätsjournalismus, der Forschung nicht nur erklärt und übersetzt, sondern auch hinterfragt und transparent macht, als auch eine institutionalisierte Wissenschafts-PR, die ihre Rolle im gesellschaftlichen Dialog ernst nimmt, anstatt nur die eigenen Ergebnisse zu legitimieren.

Studierende machen in unserem Bachelor-Studiengang diverse multikulturelle Lernerfahrungen. Von ihren Mitstudenten aus Afrika, Asien, Europa sowie Nord- und Südamerika erfahren sie aus erster Hand, wie wichtig es ist, die sehr unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Systeme und Kulturen zu berücksichtigen. Studienmodule wie etwa "Comparative International Media Studies" bereiten darauf vor, später im internationalen Arbeitsumfeld genau mit dieser Vielfalt an Herausforderungen umzugehen.
Einige Studierende schreiben sich in unseren Bachelor-Studiengang mit oft mehrjähriger Berufserfahrung ein oder haben sogar bereits ein natur-, geistes- oder sozialwissenschaftliches Studium abgeschlossen. Sie wählen diesen Weg vorrangig aufgrund der thematischen Breite in dem 3,5-jährigen Programm und wegen des Schwerpunktes auf einer Verbindung von Praxis mit Theorie und Forschungsmethoden. Weder Erfahrung noch ein abgeschlossenes Studium sind jedoch formale Zugangsvoraussetzungen, wobei eine Anerkennung aus Prüfungsleistungen früherer Studiengänge durchaus die Studiendauer verkürzen kann.

Während sich Journalismus und PR also in einem geradezu historischen Veränderungsprozess befinden, eröffnet sich den Absolventen unseres Studiengangs der Gestaltungsspielraum, ihr Berufsfeld in den kommenden Jahren förmlich neu erfinden. Innovationsgeist prägt angesichts des strukturellen Medienwandels sowohl strategisch als auch handwerklich das Curriculum, beispielsweise zu Themen wie Liquid Democracy, Open Science, interaktiven und sozialen Medien, Citizen Science, Datenjournalismus, Apps oder Serious Games.

Da Wissenschaftskommunikation in einer immer globalisierteren Welt auch Ländergrenzen sprengt, ist ein Blick über den nationalen Tellerrand wichtiger denn je und eröffnet vielfältige internationale Berufschancen, beispielsweise im Umfeld der EU-Kommission, in  internationalen Verlagen oder global tätigen forschungsintensiven Unternehmen, weshalb der Bachelorstudiengang „Science Communication & Bionics“ nicht nur auf Englisch unterrichtet wird, sondern methodisch auch komparativ ausgerichtet ist, also die unterschiedlichen Medien-, Wissenschafts- und Politiksysteme vergleichend analysiert. Dies macht den Studiengang weltweit methodisch einzigartig.

Über das reine Kommunikations-Handwerk aus Wissenschafts- und Innovations-Journalismus, -PR und -Marketing hinaus tauchen die Studenten ein in die politische Dimension, etwa zu den Themen Risikokommunikation, Public Affairs oder Lobbyismus.
Auch englische Sprachworkshops in Kleingruppen (und deutsche Sprachkurse für internationale Studierende) gehören zum Kursangebot, ebenso wie klassische Grundlagen zur journalistischen Recherche, Kommunikationstheorie, Ethik oder Technikfolgenabschätzung.

Da sich die Wissenschaftskommunikation meist um Themen aus Naturwissenschaft und Technik dreht, erwartet die Studenten zusätzlich ein auf die Kommunikations-Kurse abgestimmtes Angebot an naturwissenschaftlich-technischen Fächern mit einem Schwerpunkt in der per se transdisziplinären Disziplin der Bionik. Studenten lernen beispielsweise, biologische, chemische, physikalische und biomedizinische Sachverhalte zu verstehen und diese ingenieurwissenschaftlich umzusetzen. Grundlagen der Mathematik und Statistik, immer in engem Bezug zur Kommunikation derselben, gehören ebenso zum Curriculum wie Biomechanik, Verhaltensforschung oder Materialwissenschaften. Wahlpflichtmodule ergänzen und verknüpfen die Kernbereiche, beispielsweise Interkulturelle Kommunikation, Corporate Foresight, Naturkunde oder Thermodynamik.

Aufbau des Studiums

Insgesamt umfasst der Studiengang sieben Semester Regelstudienzeit. Die ersten beiden Semester vermitteln grundlegende Kenntnisse. Danach folgt eine Vertiefung der Kenntnisse in den Semestern drei bis fünf. Ebenfalls erfolgt hier durch den Wahlpflichtbereich die Schwerpunktsetzung und somit Profilbildung. Im 6. Semester gehen die Studenten ins englischsprachige Ausland für ein Fachstudium oder ein 5-monatiges Praktikum, um dort ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und weitere interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.Das siebte und somit letzte Semester dient der Anfertigung der Bachelorarbeit. Auch hier legen wir Wert auf die Nähe zur Praxis und unterstützen Kooperationen mit der Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen etc. In Blockveranstaltungen werden außerdem die nötigen Fähigkeiten zum wissenschaftlichen Arbeiten vermittelt. Mit einem Kolloquium wird das Studium schließlich abgeschlossen.

Berufsfelder und Kompetenzen

Unseren Absolventen der Wissenschaftskommunikation stehen vielfältige berufliche Möglichkeiten offen. Typische Tätigkeitsbereiche sind:

  • Kommunikationsabteilungen an Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Mittlerorganisationen oder wissenschaftsnahen Behörden,
  • Sprecher von Nichtregierungsorganisationen, Verbänden oder Lobbyeinrichtungen,
  • Forschungskommunikatoren innovativer Unternehmen und größerer Verbundforschungsprojekte sowie der Bereich Corporate Publishing
  • Redakteure und freie Journalisten für Fachzeitschriften, Fachredakteure in der überregionalen Presselandschaft oder bei Spartensendungen in Radio und TV sowie nicht zuletzt der sich herausbildende Bereich des von Verlagen und Sender unabhängigen Online-Journalismus
  • Berater und Kommunikationsdienstleister in PR- und Marketingagenturen mit Wissenschafts- oder Technik-Fokus,
  • Pressestellen wissenschaftsnaher Stiftungen, Ministerien, Projektträger oder Forschungscluster
  • Lektorate von Wissenschaftsverlagen

Informationen

Studienort

Campus Kleve

Start des Studiengangs

Zum Wintersemester

Unterrichtssprache

Englisch

Studiendauer

Regelstudienzeit 7 Semester bei Vollzeitstudium

Studienmodell

Vollzeitstudium

Abschluss

Bachelor of Arts/Bachelor of Science

Vorpraktikum

8 Wochen Grundpraktikum, bis zur Rückmeldung zum 4. Semester

Zulassungsbeschränkung

Nein

Bei Fragen rund um den Studiengang wenden Sie sich bitte an:

Kontakt zum Fachstudienberater

Prof. Alexander Gerber
Tel.: 02821 80673-641

oder

Prof. Dr. Alexander Struck
Tel.: 02821 80673-616

Bei Fragen zu Ihrer Bewerbung wenden Sie sich bitte an:

Kontakt zur allgemeinen Studienberatung

Kontaktformular

Tel.: 02821 80673-360