06/11/2019

Internationale Exkursion 2019

Reisebericht

Die alljährliche internationale Exkursion der Fakultät Life Sciences führte in diesem Jahr nach Polen. Am 11. Mai 2019 flogen die teilnehmenden Studierenden zusammen mit den Professorinnen und Professoren Darr, Gebauer, Kleinke, und Wiedemann nach Krakau, von dort ging die Reise mit dem Bus nach Biesczcady weiter.

Am Zielort warteten vielfältige Programmpunkte auf die Studierenden, z.B. der Besuch einer Huzulen-Pferdezucht, die Besichtigung der Brauerei „Ursa Major“ („Die große Bärin“), die mit ressourcenschonenden Verfahrensweisen ein lokales Craft-Bier herstellt, die Käseverkostung bei einem lokalen Landwirt oder das Gespräch mit dem Vertreter einer NGO, der Einblicke in das Spannungsfeld zwischen Naturschutz,  Landnutzung und politischen Rahmenbedingungen gab.

Ein besonderes Highlight war die sechsstündige Wanderung querfeldein durch den Nationalpark Biesczady, während der die Gruppe ihre Ausdauer und Willensstärke unter Beweis stellen konnte. Bei kalten Temperaturen mit Dauerregen und Hagel führte die Wanderung auf bis zu 1312 m hinauf, von wo aus man bei gutem Wetter Aussicht auf die Weiten des Nationalparks gehabt hätte. Die verlassene Höhle eines Braunbären, Spuren von Wölfen und eine durch die Beweidung wilder Bisons erhaltene Lichtung machten die fehlende Aussicht jedoch wett.

Die Studierenden führten während der Exkursion viele Gespräche mit Landwirten, Biologen, Umweltschützern und Einheimischen der Region. Dabei ging es um Ansätze der Vereinbarung von Naturschutz und Landnutzung, die Möglichkeiten des nachhaltigen Agrotourismus oder den Schutz von Viehherden vor großen Raubtieren. Besonderes Interesse wurde auch durch die düstere Vergangenheit des Nationalparks geweckt, auf dessen heutigem Gebiet in den Nachkriegsjahren Zwangsumsiedlungen von Bewohnern ukrainischer Abstammung stattfanden.

Die letzten beiden Tage verbrachten die Studierenden in Krakau. Durch eine Stadtführung erwarben sie Einblicke in die Geschichte der Stadt und besichtigten u.a. das jüdische Viertel, den botanischen Garten der Universität, den Wawelhügel und die Marienkirche.

Am 18. Mai ging es mit vielen neuen Eindrücken zurück nach Deutschland. Die Studenten äußerten sich durchweg positiv über die gemachten Erfahrungen und die Einblicke in wichtige aktuelle Themen und Diskussionspunkte im Kontext der Landwirtschaft und des Natur-und Artenschutzes unseres direkten Nachbarlandes.

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