Bäume, Äcker, Tiere: ein Praxistag im Agroforst

Sechs Stationen, sechs Gruppen und drei Stunden Zeit: Studierende der Fakultät Life Sciences haben in Kleve ausprobiert, wie Bäume, Äcker und Tiere auf einer Fläche zusammenpassen. Vom frisch gegrabenen Bodenprofil bis zum Traktor-Einsatz – was nehmen sie für die Landwirtschaft von morgen mit?

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Eine große Gruppe von Studierenden und Dozierenden posiert gemeinsam in einem grünen Feld mit jungen Bäumen. Im Hintergrund steht ein grüner Traktor unter einem bewölkten Himmel.
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Eine kleine Gruppe von Studierenden steht in einem Feld mit goldenem, reifem Getreide und hört aufmerksam einer Person zu, die rechts im Bild steht und Erklärungen gibt.
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Eine Gruppe von Menschen steht im Feld, während zwei Personen auf der rechten Seite gestikulierend etwas erklären. Im unscharfen Vordergrund blühen blaue Kornblumen, im Hintergrund erstreckt sich ein dichter grüner Wald.
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Rückansicht eines geparkten grünen Traktors auf einem grasbewachsenen Weg, der links und rechts von goldenen Getreidefeldern gesäumt wird. In der Ferne läuft eine kleine Personengruppe unter einem blauen Himmel mit weißen Schönwetterwolken.

Im Juni ging es für die Studierenden raus aufs Feld. Auf der Agroforst-Fläche „Alleen 3“ in Kleve wollten sie sehen, wie Landwirtschaft mit Gehölzen funktioniert. Organisiert wurde das Ganze von der Fakultät Life Sciences und dem Agroforst-Reallabor (Projekt TransRegINT). Mit dabei waren Kurse aus den Studiengängen Sustainable Agriculture, Agribusiness und Biological Resources. Die Frage für alle: Wie lässt sich der Acker der Zukunft gestalten?

Agroforst bedeutet, dass Bäume und Sträucher mitten auf dem Feld wachsen, zwischen den Kulturpflanzen. Das spendet Schatten, schützt den Boden und schafft Lebensraum für Tiere. Wie das praktisch funktioniert, ließ sich an diesem Vormittag Schritt für Schritt erleben.

Sechs Stationen, ein Rotationsprinzip

Das Gelände war in sechs thematische Stationen aufgeteilt. In sechs Gruppen wanderten die Studierenden von 9 bis 12 Uhr im Halbstundentakt von Posten zu Posten. Rundherum lagen Agroforststreifen, dazwischen die Felder mit Mais, Gerste und Ackerbohnen. An der Station Boden blieb es nicht bei der Theorie. Ein Bodenprofil zeigte, was unter der Oberfläche passiert. Bei den Bäumen folgte auf den fachlichen Input direkte Handarbeit, anfassen statt nur zuhören.

Die Station Pflanzenproduktion und Biodiversität führte über die Flächen und in die Diskussion: Wie viel Vielfalt steckt im System? Bei der Tierhaltung stellte ein Student seine Bachelorarbeit zu „Wildtieren in Agroforstsystemen“ vor. Anschließend entwarfen die Gruppen eigene Skizzen, wie sich Nutztiere sinnvoll einbinden lassen.

Technik, Wirtschaftlichkeit und ein Snack zum Abschluss

Wie erntet man eigentlich zwischen Baumreihen? An der Station Mechanisierung und Verarbeitung lieferte ein Traktor live im Einsatz die Antwort. Um Zahlen und Gesellschaft ging es an der Station zu den ökonomischen und sozialen Aspekten: Was kostet ein solches System, und wem nützt es?

Um 12 Uhr kamen alle wieder zusammen, zu einem gemeinsamen Snack und einer Abschlussbesprechung. Möglich machten ihn die Fördervereine Förderverein Hochschule Rhein-Waal e. V. und Förderverein Campus Cleve e.V., die die Verpflegung finanziell unterstützten. Pünktlich danach öffnete der Himmel seine Schleusen, die Gruppe hatte Glück gehabt. Was als Übung im Feld begann, endete mit vielen neuen Ideen für die Landwirtschaft von morgen.