25.06.2015

Neue Räume für die Hochschule Rhein-Waal

Starterzentrum Dieprahm GmbH erwirbt Magazingebäude

Kleve/Kamp-Lintfort, 25. Juni, 2015: Die Hochschule Rhein-Waal ist weiterhin auf Erfolgskurs. An die 1500 junge Menschen studieren aktuell in Kamp-Lintfort. „Der neue Campus mitten in der Stadt ist ein großer Gewinn, doch auch hier kommen wir langsam an unsere Grenzen“, erläutert Hochschulpräsidentin Dr. Heide Naderer. Bisher nutzt die Fakultät Kommunikation und Umwelt noch die Räumlichkeiten im ehemaligen Telekom-Gebäude an der Südstraße. Aus organisatorischen Gründen ist dies allerdings sowohl für Lehrende als auch Studierende mit einem gewissen Aufwand verbunden: Die Laborräume am Campus und die Seminarräume an der Südstraße liegen getrennt voneinander. Zusätzliche Räume in Campus- und Innenstadtnähe würden daher für einen noch reibungsloseren Lehrbetrieb sorgen.

Ein Wunsch, der in Erfüllung gehen soll: Die RAG Montan Immobilien GmbH ist auf der Suche nach einer neuen Nutzung für ihre denkmalgeschützten Gebäude an der Friedrich-Heinrich-Allee. Das gilt auch für das Magazingebäude. Früher bereits in Teilen von der Bergwerksverwaltung genutzt, bietet das Gebäude einen großen Gestaltungsspielraum für einen wirtschaftlichen Umbau. Die Nachbarschaft zum Campus ist ideal, die Hochschule Rhein-Waal wäre daher die perfekte Mieterin. Das sieht auch Dieter Tenhaeff so. Der Wirtschaftsförderer der Stadt Kamp-Lintfort ist Geschäftsführer der Starter-Zentrum Dieprahm GmbH. Die Gesellschaft besteht aus der Stadt Kamp-Lintfort und des Instituts für Mobil- und Satellitenfunktechnik (IMST GmbH). Das Existenzgründungszentrum im Technologiepark Dieprahm stellt seit dem Jahr 2000 technologisch orientierten Start-up Unternehmen günstige Büroflächen für bis zu fünf Jahren zur Verfügung – und das mit Erfolg. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren gut am Markt etabliert und sind aktuell zu 100 Prozent ausgelastet“, freut sich Tenhaeff.

Ein guter Zeitpunkt also, um den Geschäftsbereich zu erweitern. Das Starter-Zentrum plant, das Magazingebäude zu kaufen, umzubauen und anschließend an die Hochschule Rhein-Waal zu vermieten. Bereits zum Sommer 2016 sollen Studierende und Lehrende die neuen Räume nutzen. „Hochschulen sind ein regionaler Wirtschaftsfaktor. Ausgründungen und Start-ups sind dafür die besten Beispiele. Deshalb brauchen gute Lehre und Forschung auch gute Räumlichkeiten“, begründet Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt das Engagement der städtischen Tochtergesellschaft. Dieser Argumentation konnte auch der Rat in seiner gestrigen Sitzung (23.06.) folgen und unterstützte das Vorhaben der Starter-Zentrum Dieprahm GmbH.

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