Dreifacher Erfolg für Studierende der Hochschule – Kommunikationsdesigner*innen mit renommierten Designpreisen und internationaler Ausstellung ausgezeichnet

Gleich drei Projekte von Studierenden des Studiengangs Information and Communication Design der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) haben in den vergangenen Wochen nationale und internationale Anerkennung erhalten. Ein Goldener Nagel beim ADC Talent Award, ein iF Design Student Award sowie die Auswahl für eine Präsentation im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 unterstreichen die Qualität und Vielfalt der entstandenen Arbeiten.

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Bildnachweis: Oskar Phuong Nguyen präsentiert seine ausgezeichnete Arbeit ©Hochschule Rhein-Waal

Goldener Nagel für Oskar Phuong Nguyen

Mit seiner Bachelorarbeit „Building My World, From the Ground Up“ erhielt Oskar Phuong Nguyen einen Goldenen Nagel beim ADC Talent Award 2026. Der Award zählt zu den wichtigsten Wettbewerben für den kreativen Nachwuchs im deutschsprachigen Raum. Mit dem Goldenen Nagel werden ausschließlich Arbeiten ausgezeichnet, die durch ihre konzeptionelle und gestalterische Qualität neue Maßstäbe setzen.

Ausgangspunkt der Publikation sind französische Lehnwörter im Vietnamesischen. Anhand historischer Quellen, Archivmaterialien und der 350 gebräuchlichsten Begriffe untersucht Nguyen, wie die französische Kolonialgeschichte bis heute in der Alltagssprache sichtbar bleibt. Recherche, Redaktion, Typografie und Buchgestaltung verbinden sich zu einer offenen Leseerfahrung, die Sprache als Träger kultureller Identität und historischer Erinnerung erfahrbar macht.

Die Arbeit, betreut von Prof. Christian Stindl und Prof. Christoph Zielke zeigt beispielhaft eine Kernkompetenz des Kommunikationsdesigns: komplexe gesellschaftliche und historische Zusammenhänge zu recherchieren, kritisch zu reflektieren und in eine eigenständige visuelle Sprache zu übersetzen. 

 

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Bildnachweis: Amal Hamed und ihre prämierten Designs ©Hochschule Rhein-Waal

WDC Campus präsentiert DDC-prämierte Arbeit von Amal Hamed

Bereits 2025 wurde Amal Hamed für ihre Bachelorarbeit „Ask Who Made It!“ beim DDC Award mit Gold ausgezeichnet. Die Bachelorarbeit wurde von Prof. Nicolas Markwald und Prof. Christian Stindl betreut. Nun wird die crossmediale Kampagne im Rahmen des WDC Campus der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 in Frankfurt präsentiert.

Die World Design Capital wird alle zwei Jahre von der World Design Organization (WDO) an Städte oder Regionen vergeben, die Design als Impuls für gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung nutzen. Unter dem Leitmotiv „Design for Democracy. Atmospheres for a Better Life“ präsentiert die Region Frankfurt RheinMain 2026 ein internationales Programm aus Ausstellungen, Projekten und Veranstaltungen. Der WDC Campus bringt Hochschulen aus Deutschland und dem Ausland zusammen und bietet dem internationalen Designnachwuchs eine Plattform für Austausch und Präsentation.

Hameds Kampagne beschäftigt sich mit globalen Lieferketten verschiedener Industrien, von Mode über Elektronik bis hin zu Alltagsprodukten. Durch intensive Recherche, interaktive Visualisierungen und ein klares Kommunikationskonzept macht sie soziale und ökologische Zusammenhänge sichtbar und regt dazu an, Konsumentscheidungen bewusster zu hinterfragen. Mit der Einladung zum WDC Campus wird die bereits mit DDC Gold ausgezeichnete Arbeit nun einem internationalen Fachpublikum präsentiert.

Die Arbeit ist noch bis zum 9. August im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main ausgestellt.

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Bildnachweis: Miriam Hachem bekommt den iF Design Student Award überreicht ©Hochschule Rhein-Waal

iF Design Student Award für Mariam Hachem

Mit ihrer Bachelorarbeit „Eine Linie, die bleibt“ wurde Mariam Hachem beim iF Design Student Award 2026 ausgezeichnet. Der von der iF Design Foundation vergebene Award zählt zu den renommiertesten internationalen Auszeichnungen für den Designnachwuchs. Für die Ausgabe 2026 wurden mehr als 7.000 Projekte aus 84 Ländern eingereicht, lediglich 90 davon wurden ausgezeichnet.

Das Projekt entstand aus einer Kooperation der HSRW mit der Stadt Kleve zur Entwicklung des zukünftigen Erscheinungsbildes der Landesgartenschau Kleve 2029. Im Rahmen eines Designwettbewerbs unter der Leitung von Prof. Christoph Zielke entwickelten mehr als zwanzig Studierende Gestaltungskonzepte für die Landesgartenschau. Der Entwurf von Mariam Hachem überzeugte die Jury und bildet die Grundlage für das offizielle Erscheinungsbild der Veranstaltung.

Im Rahmen ihrer anschließenden Bachelorarbeit entwickelte Hachem das Gestaltungssystem gemeinsam mit Prof. Nicolas Markwald und Silke Gehrmann-Becker weiter. Heute begleitet sie als Designerin der Landesgartenschau die Umsetzung ihres eigenen Gestaltungskonzepts. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie aus einem studentischen Wettbewerbsbeitrag ein realisiertes Erscheinungsbild entsteht und erfolgreicher Transfer zwischen Hochschule und Region gelingt.

Für Prof. Christoph Zielke, Studiengangsleiter des Studiengangs Information and Communication Design, zeigen die aktuellen Erfolge, dass sich diese Studienkultur in der Qualität der Arbeiten widerspiegelt: „Unsere Studierenden setzen sich intensiv mit komplexen Fragestellungen auseinander und entwickeln daraus eigenständige gestalterische Positionen. Besonders freut uns, dass diese Arbeiten nicht nur in renommierten Wettbewerben Anerkennung finden, sondern auch über die Hochschule hinaus sichtbar werden und konkrete Wirkung entfalten.“

Gerade die internationale Zusammensetzung der Studierenden sieht Prof. Nicolas Markwald, Professor für Communication Design an der Fakultät Kommunikation und Umwelt, als eine besondere Stärke des Studiengangs: „Wenn Studierende aus unterschiedlichen Kulturkreisen gemeinsam an Projekten arbeiten, entstehen Fragestellungen und Lösungsansätze, die weit über nationale Perspektiven hinausgehen. Die Vielfalt der Erfahrungen bereichert nicht nur den Austausch, sondern prägt vor allem die Themen, die bearbeitet werden. Im engen Dialog mit den Lehrenden entstehen daraus Arbeiten, die Gestaltung als Mittel der Kommunikation, der gesellschaftlichen Auseinandersetzung und des kulturellen Dialogs begreifen.“