Das Kartoffeljahr im Klimahaus

Im Jahr 2014 drehte sich im Klimahaus alles um die Kartoffel.

Wer kennt sie nicht, die Kartoffel. Sie kommt in verschiedensten Formen und Farben vor, wächst in vielen Hausgärten und kann auf vielfätigste Arten zubereitet werden - gebraten, gekocht, gegrillt, gestampft, und natürlich frittiert. Sie ist aus der Küche und von unserem Teller einfach nicht mehr wegzudenken. Untersuchungen von EUROSTAT beziffern den pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland auf 61 Kilo in den Jahren 2011/12. Doch nicht nur wegen ihrer Beliebtheit haben wir die Kartoffel mit einem eigenen Jahr gekührt. Auch ihre Geschichte und ihre Physiologie sind sehr interessant.

Die Kartoffel kam im 16. Jahrhundert nach Europa. Ursprünglich stammt sie aus den Anden in Südamerika, vermutlich aus Peru. Allein in Peru sind über 3.700 Sorten bekannt. Nach Deutschland kam sie als Zierpflanze, weil sie so schöne Blüten hat! Erst im Laufe des 17. Jahrhunderts erkannte man ihren Wert als Nutzpflanze.

Inzwischen gibt es weltweit etwa 5.000 Kartoffelsorten und ganz verschiedene Kartoffeltypen: mehligkochend, festkochen, vorwiegend festkochen, Futterkartoffeln, Veredelungskartoffel, rote Kartoffeln und blaue und gelbe, und, und, und, ...

Aber Kartoffeln sind nicht nur lecker. Sie gehören zur Familie der Nachtschattengewächse, genauso wie Tomaten, Tabak und Paprika, aber auch Alraune, Tollkirsche und Stechapfel. Alle Arten enthalten das sogenannte Cumarin, ein sekundärer Pflanzenstoff, der zu Vergiftungserscheinungen führen kann, wenn er in größeren Mengen verzehrt wird.

Essen Sie daher niemals grüne Kartoffeln oder die grünen oberirdisch wachsenden Beeren der Kartoffel! Aber wer das weiß, kann sie ruhigen Gewissens genießen. Hat Ihnen dieser kleine Steckbrief Lust auf mehr gemacht? 

Unser Kartoffelfest am 22. November 2014 im Klimahaus / Campus Kleve informierte zu vielen interessanten Dingen über des Deutschen viertliebsten Speise.