06.03.2018

Multimediale Tanzperformance bei Duisburger Akzente (News)

Kooperationsprojekt zwischen Tanzkünstlerinnen, -künstlern und Studierenden der Hochschule Rhein-Waal

Mit „Die Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendbrot“ bringen die Media Computing Gruppe – unter der Leitung von Professor Dr. Ido Aharon Iurgel (Professor der Fakultät für Kommunikation und Umwelt der Hochschule Rhein-Waal) – und der Duisburger Theaterproduzent Max Bilitza zum zweiten Mal ein künstlerisches Forschungs-Performanceprojekt auf die Bühne.

Studierende der Studiengänge Digital Media und Medien- und Kommunikationsinformatik der Hochschule Rhein-Waal erarbeiteten mit professionellen Tänzerinnen und Tänzern sowie Künstlerinnen und Künstlern aus Nordrhein-Westfalen und dem Ausland eine multimediale Tanzperformance, die im Rahmen der 39. Duisburger Akzente am 8. März 2018 um 19:30 Uhr in der Kulturkirche Liebfrauen (König-Heinrich-Platz 3, 47051 Duisburg) präsentiert wird.

Die Darbietung entführt das Publikum in dramatische Welten zwischen Cyberwar und realem Krieg, in der die Methoden der Choreografie, der Medieninformatik, der Bühnenkunst und der digitalen Hochtechnologie zu einer mitreißenden, neuen Theatersprache verschmelzen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer tauchen in fantastische Simulationen ein, gefüllt mit (Alp)Traumlandschaften und Klangwelten, voller bewegter 3D-Skulpturen, die live vor den Augen des Publikums gesteuert werden. Interaktive Bühnenwelten mit Echtzeitbildverarbeitung treffen auf professionelle Performance und archaische Bewegungsmuster. Als Inspiration für die Inszenierung dienten die Gemälde des irischen Malers Francis Bacon. Mit exzessiver Körperlichkeit erforschen die Tänzerinnen und Tänzer die Abgründe der menschlichen Seele und hinterfragen die fundamentalen Verhaltensmuster des Menschen, die zwischen archaischem und kulturellem Gebären zu verschwimmen drohen.

Der Künstler Max Bilitza, der zum wiederholten Male mit der Hochschule zusammenarbeitete, zeigt sich erneut begeistert von der interdisziplinären Kooperation. „Die Motion-Capture Technik ist für die Theaterbühne noch wenig erforscht, birgt jedoch ein ungeheureres Potenzial“, sagt der Duisburger Choreograf. Trotz aller Technik kann nicht auf den Menschen zur Vermittlung der Inhalte verzichtet werden. „Es geht bei dieser Form der digitalen Visulisierung von Bewegung nicht primär um den bloßen Augenreiz. Es werden neue Ausdrucksformen untersucht und erschaffen, die das Ausdrucksvermögen des menschlichen Körpers in Tanz und Theater erweitern und neue Möglichkeiten des Verstehens und Verdeutlichens von Bewegung und Befinden bieten“, erläutert Professor Iurgel.

Weitere Informationen und das Rahmenprogramm der 39. Duisburger Akzente finden Sie unter http://www.duisburger-akzente.de/de/programm.php.

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