15.02.2017

Kreative Handlungsempfehlungen für die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg

Studierende der Hochschule Rhein-Waal analysieren Nachhaltigkeitskonzepte der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg

Studierende aus dem fünften Semester des Bachelorstudiengangs „Nachhaltiger Tourismus” der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie bearbeiteten im Rahmen des Kurses „Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement“ praktische Fragestellungen für die größte deutsche Pfadfinderschaft.

Im Rahmen des alljährlich im Wintersemester stattfindenden Kurses „Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement“ bearbeiteten Studierende des Bachelorstudiengangs „Nachhaltiger Tourismus“ aktuelle Fragestellungen für die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). Dieser Verband zählt mit über 95.000 Mitgliedern zu einem der größten Kinder- und Jugendverbände Deutschlands. Der Bundesarbeitskreis Ökologie um Dr. Simon Weihofen, Bundesreferent Ökologieentwicklung und Mitglied im Bundesarbeitskreis Ökologie der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg, entwickelte im vergangenen Jahr einen Leitfaden, der die Mitglieder dazu animieren soll, Veranstaltungen nachhaltiger zu planen und umzusetzen.

Für die Weiterentwicklung dessen schrieb die Pfadfinderschaft ein Projekt aus, das nun über 50 Studierende bearbeiteten. Nach Auftaktveranstaltungen, in denen die Studierenden Handlungsfelder und Maßnahmen des nachhaltigen Veranstaltungsmanagements kennenlernten, hatten sie die Gelegenheit, an einem Vortrag von Dr. Weihofen teilzunehmen.

Im Anschluss daran wurden den einzelnen Gruppen die Projektthemen zugeteilt. Dabei konnten Fragen direkt mit dem „Kunden“ besprochen werden. So konnten die Studierenden nicht nur das fachspezifische Wissen vertiefen und anwenden, sondern zeitgleich Projektmanagement und Kundenumgang üben.

Im Laufe des Wintersemesters erarbeiteten die Studierenden Analysen und Konzepte zum Leitfaden, dem Kommunikationskonzept sowie Empfehlungen zu der Frage, ob sich hier eine Zertifizierung anbietet. Konkret ging es hierbei um die Frage, ob umfassende Nachhaltigkeitszertifikate passend sind oder ob sich eher Alternativen wie den freiwilligen Kodex des German Convention Bureau „fairpflichtet“ anbieten. Auch die Unterschiede in der Aussagekraft dieser Zertifikate sowie internen und externen Auditoren wurde diskutiert und analysiert.

Zudem wurden für Großveranstaltungen der DPSG Messmodelle entwickelt, die die Umweltauswirkungen dieser Veranstaltungen evaluieren sollen.

Die Messmodelle sollen nun von einem anschließenden Kurs im Sommersemester während des Pfingstlagers in Westerhohe mit über 4.000 Teilnehmern praktisch angewandt werden. Auch werden hier die konzipierten Fragebögen zur Abfrage von Einstellung und Wissen der Teilnehmer zum Thema nachhaltiges Veranstaltungsmanagement zum Einsatz kommen.

Insgesamt wurden diverse Maßnahmen entwickelt, um zum nachhaltigen Veranstaltungsmanagement der DPSG beizutragen, so dass sich Dr. Weihofen beeindruckt von den Ideen und Herangehensweisen der Studierende zeigte: „Ich habe die Ergebnisse nun auch im Bundesarbeitskreis vorgestellt. Die Mitglieder waren zeitgleich baff und begeistert! Wir prüfen nun intern die Fortführung des Projekts.“

Auch die Studierenden sowie die Dozentin Vanessa Jansen-Meinen bewerteten die Zusammenarbeit als überaus positiv und waren besonders von dem praxisorientierten Ansatz angetan.

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