10.05.2019

Rückblick auf studentische Fairtrade-Veranstaltungen an der Hochschule Rhein-Waal

Ende Oktober 2017 erhielt die Hochschule Rhein-Waal – als erste Hochschule in Nordrhein-Westfalen – die Zertifizierung als Fairtrade-University. Die Auszeichnung wird durch TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt, auch bekannt als Fairtrade Deutschland, verliehen. Inzwischen gibt es in NRW sechs weitere Hochschulen, die für ihr Engagement für die Förderung des fairen Miteinanders im globalen Handel entsprechend gewürdigt und mit dem Titel ausgezeichnet wurden. Nach fast eineinhalb Jahren und anlässlich des internationalen Tags des fairen Handels am 11. Mai 2019 blickt die Hochschule vor allem auf die zahlreichen Aktivitäten als Fairtrade-University zurück.

Neben der Umstellung auf bzw. Erweiterung des Produktsortiments um fair gehandelte Produkte in der Hochschul-Gastronomie, liegt der Fokus beim Engagement der Hochschule insbesondere auf Aktionen und Events zum Thema fairer Handel. Die Fairtrade Student Group der Hochschule Rhein-Waal ist für die Konzipierung, Organisation und Durchführung von Workshops, Diskussionen und anderen Aktionen rund um das Thema Fairtrade an der Hochschule verantwortlich. Insgesamt engagieren sich an beiden Standorten ca. 30 Studierende.

Einer der Höhepunkte im vergangenen Fairtrade-Veranstaltungsjahr war die Podiumsdiskussion „Wie fair ist Fairtrade“ im Rahmen des Tags der offenen Tür im Juni 2018 am Campus Kleve. Hochschulangehörige und externe Wissenschaftler diskutierten mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik sowie Fairtrade-Akteurinnen und -Akteuren über die Vor- und Nachteile des fairen Handels. Etwa 60 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um den Themenbeiträgen zu lauschen, der Diskussion zu folgen und sich aktiv mit Fragen an dem Austausch zu beteiligen. Zu einem erfolgreich etabliertem Veranstaltungsformat der Fairtrade Student Group ist inzwischen auch der Batik Workshop geworden, bei dem Baumwollkleidung und -taschen farbenfroh aufgewertet werden. Die Textilfärbe-Aktion fand bereits zum dritten Mal im Rahmen verschiedener Hochschulveranstaltungen statt. Zu den Aktivitäten in den letzten eineinhalb Jahren zählten aber u.a. auch die wiederholte Teilnahme an der weltweiten „Fashion Revolution Week“ – die auf unfaire Arbeitsbedingungen in der Textil- und Modebranche aufmerksam macht – sowie die Organisation einer Studierendenexkursion, verschiedener Informationsstände und eines studentischen Tauschmarkts für Alltagsgegenstände am Campus, der den Nachhaltigkeitsgedanken in den Fokus stellt.

Mit dem Festival of Tolerance am 16. Mai 2019 in Kamp-Lintfort und dem Festival of Sustainability am 17. Mai 2019 in Kleve stehen zwei weitere Veranstaltungen unter Mitwirkung der Studierendengruppe unmittelbar bevor. In Kamp-Lintfort wird sie mit einem Informationsstand vertreten sein und sich zusätzlich mit einem erneuten Batik Workshop am Programm beteiligen. Beim Festival of Sustainability am Folgetag in Kleve wird die Student Group in Zusammenarbeit mit dem AStA verschiedene Workshops zu den Themen Fairtrade und Nachhaltigkeit anbieten. Neben kreativen Upcycling-Ideen und Meditationen werden fair gehandelte Snacks angeboten sowie Anleitungen für Bienenwachstücher ausgegeben. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Nachhaltiges Wertschöpfungskettengesetz – Wie würde es die deutsche Wirtschaft beeinflussen?“ u.a. mit Martin Schüller (Referent Entwicklungspolitik, Standards & MEL bei Fairtrade Deutschland) steht ebenfalls auf dem Programm. Das Ziel beider Events ist, sowohl Studierende als auch interessierte Besucherinnen und Besucher für den fairen Handel zu sensibilisieren, über gerechte Produktherstellung und Löhne zu informieren und ein Bewusstsein für faire Produkte an beiden Campus zu schaffen.

„Mit Aktionen auf dem Campus und bei regionalen Events machen die engagierten Studierenden die Idee des fairen Handels an der Hochschule und in der breiten Öffentlichkeit bekannt. Wir freuen uns, dass dank dieses Engagements mehr Studierende sowie Bürgerinnen und Bürger dafür sensibilisiert werden, wie unsere Konsumgüter produziert werden“, so Professorin Irmgard Buder – Professorin mit dem Schwerpunkt Erneuerbare Energien und Electro Mobility an der Fakultät Kommunikation und Umwelt und aktives Mitglied der hochschulweiten Fairtrade Steuerungsgruppe, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Hochschulverwaltung, des Studierendenwerks und des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA) besteht.

Detailliertere Informationen zu den Aktivitäten der Fairtrade Student Group finden Sie hier: www.hochschule-rhein-waal.de/fairtrade

 

Über Fairtrade-Universities

Hochschulen in Deutschland können sich seit 2014 für ihr Engagement rund um den fairen Handel bei Fairtrade Deutschland um den Titel Fairtrade-University bewerben. Die Kampagne fördert das Bewusstsein für den fairen Handel auf dem Campus, verbunden mit der konkreten Umsetzung von Aktivitäten. Für die Auszeichnung zur Fairtrade-University muss eine Hochschule nachweislich fünf Kriterien erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel auf verschiedenen Ebenen betreffen. Deutschlandweit tragen aktuell 26 Hochschulen bzw. Universitäten den Titel. Mehr Informationen zur Zertifizierung sowie den Bewerbungskriterien unter www.fairtrade-universities.de

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