24.03.2020

Aktuelles zu Corona

Liebe Mitglieder der Hochschule Rhein-Waal,
liebe Studierende, liebe Beschäftigte,
liebe Freund*innen und Förder*innen der Hochschule Rhein-Waal,

am 22. März haben Bund und Länder weitere Maßnahmen beschlossen, die dazu beitragen sollen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. So werden nunmehr insbesondere soziale Kontakte so weit wie möglich reduziert. Damit haben die letzten Tage und Wochen für uns alle bislang unvorstellbare Einschnitte gebracht. Das Coronavirus verändert das Leben und Arbeiten in unserem Land grundlegend und zum Teil in dramatischer Weise.

Auch an unserer Hochschule waren einschneidende Veränderungen erforderlich. Die Lage ist ausgesprochen ernst und die Hochschule hat entsprechend reagiert: mit der Verschiebung des Vorlesungsstarts, der Absage jeglicher Veranstaltungen und einer Umstellung auf den geregelten Notbetrieb seit dem 19. März 2020. Dies alles trägt dazu bei, persönliche Kontakte zu reduzieren und die erforderliche Distanz herzustellen, um entsprechende Maßnahmen zum Schutz unserer Gesundheit und des Gesamtsystems zu gewährleisten.

Zum Schutz unser aller Leben müssen wir auf das verzichten, was unsere Hochschule besonders macht – der direkte und fruchtbare Austausch mit den vielen unterschiedlichen Menschen nicht nur auf unseren Campus, sondern auch mit den Freund*innen und Förder*innen der Hochschule sowie Bürger*innen, Unternehmen und Institutionen in der Region. Aber nicht nur das: lehren, forschen, diskutieren – all das ist derzeit nicht mehr möglich oder nicht mehr so, wie wir es gewohnt sind.

Abstand halten ist das oberste Gebot. In dieser neuen Situation ist es besonders wichtig, dass Wirtschaft und Gesellschaft weiterhin so weit wie möglich funktionsfähig bleiben. Und dies gilt auch für unseren Hochschulbetrieb. Um weiter zusammenarbeiten zu können, müssen wir neue Wege einschlagen oder bereits bekannte, z.B. digitale, Lösungen verstärkt nutzen. Dass es auch ohne direkte soziale Kontakte weiter geht und sozial bleibt, daran arbeiten wir alle täglich und mit kreativen Lösungen (z.B. in der IT, in den Fakultäten, im AStA, in der Verwaltung). Es ist nunmehr wichtiger denn je, sich von der Vernunft leiten zu lassen und unsere Menschlichkeit zu erhalten. Zusammenhalt, unser soziales Geflecht und Solidarität bekommen einen besonderen Stellenwert.

Für Sie, liebe Studierende, ist die Situation jetzt schon sehr schwierig. Sie wissen nicht, wann Sie Ihre Prüfungen absolvieren können. Sie fragen sich, wie es mit dem Sommersemester weitergeht. Sie sind besorgt, ob Sie Ihr Studium weiterhin finanzieren können. Wir setzen uns mit Nachdruck dafür ein, die Beeinträchtigungen, die für Sie entstehen und bereits entstanden sind, zu minimieren. Wenn Sie sich Sorgen um Ihren Job, Ihre Wohnung oder Ihre Zukunft machen, lassen Sie es uns wissen. Wir werden versuchen, Ihnen hier so weit wie möglich zur Seite zu stehen.

Mein besonderer Dank gilt all jenen Hochschulangehörigen, die in dieser besonderen Situation bereits in den vergangen Tagen und Wochen Enormes geleistet haben, und all jenen, die in den kommenden Wochen dazu beitragen, dass die Hochschule ihren Betrieb aufrechterhalten kann. Ausdrücklich bedanken möchte ich mich auch bei denjenigen, die sich solidarisch mit uns zeigen und uns ihre Unterstützung anbieten.

Die heutige Krise stellt uns alle vor besondere Herausforderungen. Diese schwierige Zeit wird immer wieder unsere Flexibilität, Kreativität, aber auch Besonnenheit einfordern. Eines ist sicherlich nunmehr wichtiger denn je: Wir müssen den Herausforderungen gemeinsam begegnen. Das geht nur in gemeinschaftlicher Verantwortung und Solidarität.

In diesem Sinne: Achten Sie auf sich selbst und auf Ihre Mitmenschen, bleiben Sie möglichst zu Hause und bleiben Sie gesund!

Herzlichst,

Oliver Locker-Grütjen

 

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