Schüler*innen bauen Fahrzeuge selber

Ein Motorrad und ein Drift-Kart selber bauen? Kein Problem für die Schüler*innen des Klever Konrad-Adenauer-Gymnasiums. Angeleitet von Dr. Martin Hellwig von der Hochschule Rhein-Waal konstruierten, löteten und programmierten die 9.- und 10.-Klässler*innen die Fahrzeuge im Rahmen ihres Wahlpflicht-Unterrichts.

Ein ganzes Schuljahr lang trafen sich die Jugendlichen einmal die Woche in den Räumen der Fakultät für Technologie und Bionik. Zunächst mussten sie sich auf die Fahrzeuge festlegen: ein Drift-Kart, inspiriert aus einem Youtube-Video, und ein Elektromotorrad mit Allradantrieb sollten es werden. Danach wurde fleißig entworfen, getüftelt und schließlich gebaut. Die Chassis bestehen aus Aluminiumprofil, ergänzt mit lasergeschnittenen Stahlteilen. Um die Elektrik selber zusammenbauen zu können, mussten die Schüler*innen erstmal einen Lötkurs an der Hochschule absolvieren, danach konnten sie den Antrieb für die Fahrzeuge einbauen und entsprechend programmieren. Ganz nebenher gab es dabei einen guten Einblick in das, was an der Fakultät für Technologie und Bionik in den Bachelorstudiengängen Engineering und Engineering for Sustainability unter anderem gelehrt wird: Mechanik, Elektrotechnik und Programmieren.

Wie stolz die Schüler*innen auf die beiden fahrtüchtigen Gefährte am Ende waren, zeigte sich bei der Jahresabschlussfeier am Konrad-Adenauer-Gymnasium im Juli. Eigeninitiativ hatten die Teilnehmer*innen des Wahlpflicht-Unterrichts vorgeschlagen, das Motorrad und das Kart dort zu präsentieren. Das Fazit hielten sie auf zwei großen Postern zu den Fahrzeugen fest: „Am Ende des Jahres haben wir viel gelernt. Der Kurs hat sehr viel Spaß gemacht, besonders die Probefahrten.“

Möglichkeiten zur Kooperation mit der Fakultät für Technologie und Bionik bietet das zdi Zentrum Kreis Kleve. Auf der Webseite finden sich Workshops, die Dozierende der Fakultät regelmäßig für Schulen anbieten. Eine weitere Möglichkeit bieten die zweimal jährlich stattfindenden MINT-Festivals, bei denen an zwei Tagen Workshops zu verschiedenen Themen angeboten werden.