Hochschule schließt sich der Kampagne „Hochschulen zeigen Haltung“ an
Buntes Veranstaltungsprogramm im Sommersemester
Gemeinsam mit vielen anderen deutschen Hochschulen zeigt die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) Haltung für eine offene, solidarische und freie Wissenschafts- und Hochschulkultur, indem sie die bundesweite Kampagne „Hochschulen zeigen Haltung“ unterstützt. Im Sommersemester wird ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm an beiden Hochschulstandorten in Kamp-Lintfort und Kleve angeboten.
© Bündnis Hochschulen zeigen Haltung
Im Zuge der bundesweiten Kampagne „Hochschulen zeigen Haltung“ sind Hochschulen und ihre Mitglieder aufgerufen, sich für eine demokratische, vielfältige und freie Hochschullandschaft einzusetzen. Nur dort, wo Forschung und Lehre unabhängig von politischem Druck, ideologischen Vorgaben oder wirtschaftlichen Einzelinteressen stattfinden können, entstehen Erkenntnisse, die gesellschaftliche Entwicklungen kritisch hinterfragen und fundierte Entscheidungen ermöglichen. Gleichzeitig ist Wissenschaft auf demokratische Rahmenbedingungen angewiesen: auf Meinungsfreiheit, offene Diskurse und den Schutz von Minderheitenpositionen. Gemeinsam sind Demokratie und Wissenschaft fundamentale Bestandteile einer offenen, aufgeklärten Gesellschaft.
„Die Ausbildung junger Wissenschaftler*innen an einer Hochschule bedeutet daher weit mehr als die Vermittlung fachlicher Kenntnisse und die Vorbereitung auf das Berufsleben. Hochschulen tragen die Verantwortung, Studierende auf ihrem Weg zu mündigen und verantwortungsbewussten Bürger*innen zu begleiten. Demokratie lebt von Teilhabe und von Menschen, die kritisch reflektieren und die Bereitschaft haben, sich aktiv in gesellschaftliche Prozesse einzubringen“, erläutert Prof. Dr. Tatiana Zimenkova, Vizepräsidentin der Hochschule für Internationales und Diversität.
Um dies noch mehr als bisher zu unterstützen, sind im März 2026 vier Schwerpunktprofessuren Demokratie an der HSRW gestartet. Mit den Schwerpunktprofessuren hat die Hochschule ein flexibles Modell geschaffen, das bestehenden Professor*innen ermöglicht, sich temporär auf für die Hochschule wichtige Aufgabe zu konzentrieren. Ziel der Schwerpunktprofessuren Demokratie ist es, politische Bildung und insbesondere Demokratiebildung als elementare Bestandteile einer zukunftsfähigen akademischen Bildung zu stärken und langfristig in der Hochschule zu verankern.
„Toleranz, Vielfalt und Offenheit sind an der HSRW, an der Studierende und Mitarbeitende aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen den Hochschulalltag prägen und den wissenschaftlichen Austausch bereichern, gelebte demokratische Werte. Demokratiefeindliche Ideologien versuchen, ebendiese Werte anzugreifen. Umso wichtiger ist es, möglichen Angriffen entschieden entgegenzutreten“, unterstreicht Zimenkova.
Demokratiefördernde Veranstaltungen an und mit der HSRW
Die HSRW bietet (zum Teil gemeinsam mit Kooperationspartnern) im Sommersemester 2026 Aktionen und Veranstaltungen zu unterschiedlichen politischen Themen an.
- Wanderausstellung „Grundrechte – mehr als nur Worte“ am Campus Kleve: Eine Fotoausstellung im Mai 2026 mit verschiedenen visualisierten Darstellungen der Grundgesetze.
- Ethik-Tag „Kettenreaktionen. Wertebasiertes Handeln entlang der Lieferkette“ am Campus Kamp-Lintfort: Am 5. und 6. Mai 2026 diskutieren Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis ethische Fragen rund um Lieferketten in einer globalisierten Welt.
- Vereinbarkeitswoche des HochschulNetzwerks Familie: zahlreiche digitale Veranstaltungen zu den Themen Elternschaft und Pflegeverantwortung vom 18. bis 22. Mai 2026.
- Days of Antidiscrimination an den beiden Campusstandorten Kleve und Kamp-Lintfort: Vom 8. bis 19. Juni 2026 finden gemeinsam mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) organisierte Veranstaltungen zu Wegen der sozialen und politischen Teilhabe statt.
Zum Hintergrund der Kampagne
Ins Leben gerufen wurde die Aktion unter anderen vom Netzwerk Antidiskriminierung an Hochschulen, dem Netzwerk Diversity an Hochschulen und der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e. V. (bukof). Die HSRW ist seit vielen Jahren Mitglied in diesen drei Organisationen.