Projekt zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten startet

In den nächsten Jahren wird im Projekt AgroHeat eine Methode zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten entwickelt und realisieret. Dabei sind Partner aus Forschung, Landwirtschaft, Gartenbau und Technik involviert.


Im grenzüberschreitenden Projekt AgroHeat entwickeln Forschung, Maschinenbau und Praxisbetriebe aus Deutschland und den Niederlanden gemeinsam eine nicht-chemische, physikalische Methode zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten im Freilandanbau. Das Verfahren nutzt ein kurzzeitiges, präzise gesteuertes Mikroklima aus Wärme, Heißwassernebel und UV-Licht, das unter einer mobilen Haube auf dem Feld erzeugt wird und Pilzsporen schädigt, ohne die Pflanzen zu beeinträchtigen. 

Ziel ist die Entwicklung von sechs Maschinenvarianten, die zunächst für Zwiebeln, Petersilie und Schnittlauch erprobt und von Traktoren oder Agrarrobotern getragen werden. Die Hochschule Rhein-Waal verantwortet dabei die wissenschaftliche Analyse der technischen und agronomischen Einflussfaktoren, die Sensorik- und Regelungskonzepte, die Energie- und Wärmetechnikanalyse sowie die wissenschaftliche Begleitung der Prototypentests. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln, zu nachhaltiger Landwirtschaft und Smart Farming.

Das Interreg-Projekt besteht aus dem Lead-Partner dnlcontact sowie der Hochschule Rhein-Waal (vertreten durch Prof. Dr.-Ing. Dirk Nissing), acesenergybatteries, Friedrich Schulz Gartenbau GmbH & Co. KG, HOAF, marktclimatechnology, Mercatronics GmbH und VNK Herbs.