Die Arbeitsgruppe „Umwelttechnik“ unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Kleinke forscht in den Themenbereichen Umwelt und Landwirtschaft. Hier findest Du eine Auswahl aktueller Projekte.
Im Sinne einer ressourceneffizienten, klimaschonenden und nachhaltigen Produktion entwickelt dieses industriegetriebene Projekt neuartige, wirtschaftlich verwertbare Produkte und Prozesse auf Basis vorhandener Nebenprodukte und Reststoffströme – und etabliert so neue Wertschöpfungsketten. Als Ausgangsmaterialien dienen Reststoffe aus der Gemüseproduktion und der Holzverarbeitung. Zu den angestrebten Produkten zählen gesundheitsfördernde Zusatzstoffe für Futtermittel, fermentierbare Zuckersorten für die Produktion des Wertstoffs Astaxanthin, enzymatisch veredelte Futtermittel-Zusatzstoffe sowie Tannine als natürliche Gerbstoffe für die Lederverarbeitung. Dafür bringt das Projekt branchenübergreifend Firmen und akademische Partner*innen in einem gemeinsamen Konsortium zusammen.
Die Schwerpunkte der Arbeitsgruppe Umwelttechnik im Projekt:
- Screening der ausgewählten Biomassen hinsichtlich der mobilisierbaren Wertstoffinhalte sowie Aufzeigen von Anwendungsfeld und -potenzial
- Verfahrens- und Technologieentwicklung für Presskuchen und Presssaft als Primärprodukte aus Reststoffen
- Anpassung ausgewählter Verfahren für den feldnahen und dezentralen Einsatz
- Einfluss schwankender Durchsätze und Qualitäten der Ausgangsstoffe auf die Produktspektren
- Bereitstellung von Produktmustern für Anwendungstests
Laufzeit: 2017–2020 · Gefördert durch: INTERREG Va (Deutschland-Nederland, Europäische Union) · Partner: deutsche und niederländische Unternehmen · Kontakt: Prof. Dr. Matthias Kleinke, Britta Brands
Food production technologies for trans-boundary systems – Lebensmittel-Produktionstechnologien für grenzübergreifende Systeme (INTERREG Va, 2016–2020).
Gemeinsam mit Partner*innen vor Ort unterstützt die Arbeitsgruppe Umwelttechnik ein Projekt im Rangpur District im Norden von Bangladesch: den Aufbau gartenbaulicher Anbausysteme auf den jährlich neu entstehenden Sandbänken am Ufer des Brahmaputra-/Teesta-Flusssystems.
Arme Familien, die durch die immer wiederkehrende Erosion der Flüsse zu vertriebenen Siedler*innen werden, bauen auf diesen Bänken Nutzpflanzen wie Reis, Mais, Kürbisse, Gemüse und Obst an und halten Nutztiere auf diesen sonst „unbrauchbaren“ Flächen. Der Zugang zu diesen Randgebieten sichert Ernährung und Lebensunterhalt für die Ärmsten der Armen.
Ziel des Projekts ist es, neue technologische Innovationen unter Beteiligung der Bevölkerung vor Ort zu identifizieren – und so einen Beitrag zu leisten, die Menschen der Region aus ihrer extremen Situation herauszuführen.
Laufzeit: 2015–2016 · Projektleitung und Kontakt: Prof. Dr. Matthias Kleinke
Das Hochwasser an Issel und Rhein im Juni 2016 führte zu sehr hohen Grundwasserständen, die erhebliche Probleme und Schäden in der Landwirtschaft verursachten. Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt am Beispiel der Issel detailliert, wie Hochwasser und Hochwasserschutzmaßnahmen das Grundhochwasser und die Landwirtschaft beeinflussen.
Im Wesentlichen bearbeitet das Projekt diese Ziele:
- Allgemeinverständliche Aufbereitung zur Entstehung von Grundhochwasser
- Schaffung einer objektiven, wissenschaftlich basierten Grundlage zur Entstehung des Grundhochwassers im Untersuchungsraum
- Exemplarische Untersuchung des Hochwassers 2016
- Exemplarische Untersuchung zum Einfluss der geplanten Hochwasserpolder auf das Grundwasser
- Auswirkung der Hochwasserschutzmaßnahmen auf die landwirtschaftliche Nutzung in der Region
- Entwicklung von Maßnahmen und Konzepten zur operativen Grundwassersenkung
- Kommunikation der Prozesse und Ergebnisse mit der Öffentlichkeit, u. a. in Form einer Informationsveranstaltung
Laufzeit: 2018–2020 · Gefördert durch: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), in Kooperation mit der ProAqua Ingenieurgesellschaft für Wasser- und Umwelttechnik mbH, Aachen · Projektleitung und Kontakt: Prof. Dr. Matthias Kleinke