Die Fakultät Life Sciences betreibt ein hochmodernes Zentrum für Mikroskopie. Es steht für Forschung und Lehre zur Verfügung und deckt ein breites Spektrum vom Licht- bis zum Elektronenmikroskop ab.
- Klassische Lichtmikroskopie
- Digitale 3-D-Lichtmikroskopie
- Rasterkraftmikroskopie (engl. atomic force microscopy), kombinierbar mit inverser Lichtmikroskopie
- Feld-Emissions-Elektronenmikroskopie (FE) mit EDX-Analyse und Variable Pressure System
- Kombinierte Mikroskopie mit High-Speed-Video-System (bis zu 230.000 Bilder pro Sekunde)
- Goniometrie zur Analyse von Fest-Flüssig-Interaktionen
- Präparation für die Elektronenmikroskopie: Kritisch-Punkt-Trockner, Sputter-Coater und Cryo-Gefriereinheit
Gefördert aus dem Großgeräteprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Im Rahmen dieses Programms wird ein Feldemissions-Rasterelektronenmikroskop (FE-REM) zum Aufbau des Zentrums für Mikroskopie unter Leitung von Prof. Dr. Kerstin Koch gefördert.
Das FE-REM wird überwiegend in der Fakultät Life Sciences eingesetzt und dient der Oberflächen- und Grenzflächenanalyse biologischer und nicht biologischer Proben. Mit einer Auflösung von wenigen Nanometern bis zu mehreren hundert Mikrometern bildet es das Bindeglied zwischen der Rasterkraftmikroskopie und der dreidimensionalen digitalen Lichtmikroskopie.
Eingesetzt wird das FE-REM unter anderem für:
- Analyse von Biomaterialien, insbesondere Nano- und Mikrostrukturanalysen
- Studien zur molekularen Architektur pflanzlicher Wachskristalle
- Strukturanalysen isolierter pflanzlicher Kutikeln
- Charakterisierung von Grenzflächeninteraktionen, z. B. der Benetzung superhydrophober und superhydrophiler Oberflächen
- Erfassung von Strukturwerten für Modellierungen
- Molekulare Selbstorganisation (self-assembly)
- Oberflächenanalyse und Qualitätsstudien unterschiedlicher Materialien
- Elementanalyse (EDX) in den Material- und Agrarwissenschaften