Die Schüler*innen des Projekts mit Studierenden der HSRW.

HSRW und Liebfrauenschule in Emmerich starten gemeinsames Projekt

Studierende HSRW verbinden betriebswirtschaftliches Wissen mit pädagogischer Kompetenz und unterstützen die Schülerfirma ‚Red Dot Art‘ der Liebfrauenschule in Emmerich bei ihrer Weiterentwicklung. 


Wie lassen sich wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich vermitteln und unternehmerisches Denken bereits im Schulalltag fördern? Mit dieser Frage beschäftigt sich das interdisziplinäre Kooperationsprojekt ‚Wirtschaft trifft Pädagogik‘, das unter der Leitung von Prof. Dr. Philipp Schorn an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) gestartet ist. Gemeinsam mit der Schülerfirma ‚Red Dot Art‘ der Liebfrauenschule in Emmerich unter Leitung von Sandra Limberg arbeiten Studierende der Studiengänge International Business and Management, B.A. und Kindheitspädagogik, B.A. daran, wirtschaftliches Wissen und pädagogische Ansätze praxisnah miteinander zu verbinden. Die Schülerfirma produziert und vertreibt kreative Handarbeit, wie zum Beispiel Karten und Bilder im Linoldruck, Kerzen, Keramik, Duftsäckchen oder Seife.

Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Frage, wie die Schülerfirma bei ihrer Weiterentwicklung unterstützt werden kann. Die Studierenden übernehmen dabei die Rolle externer Beraterinnen und Berater. Sie bringen ihre jeweiligen fachlichen Perspektiven ein, betrachten betriebswirtschaftliche Abläufe und entwickeln gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Ideen für die weitere Arbeit.

Die Studierenden des Bachelorstudiengangs International Business and Management bringen insbesondere Kenntnisse in den Bereichen Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Produktentwicklung und betriebswirtschaftliche Auswertungen ein. Dazu gehört beispielsweise, Einnahmen und Ausgaben zu betrachten, Vermarktungsideen zu entwickeln oder Verkaufsaktionen zu planen.

Die Studierenden des Bachelors Kindheitspädagogik, ergänzen diese Arbeit durch ihre pädagogische Perspektive. Sie unterstützen dabei, wirtschaftliche Inhalte altersgerecht zu vermitteln, Lernprozesse zu begleiten und Teamarbeit, Kreativität sowie die Beteiligung der Kinder zu fördern. „Das Projekt bietet die Chance, wirtschaftliche Fragestellungen mit pädagogischen Perspektiven zu verbinden und Studieninhalte in einem konkreten Praxisfeld anzuwenden. Gleichzeitig können die Studierenden erfahren, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit neue Lösungsansätze eröffnet“, erklärt Schorn von der HSRW.

„Die Zusammenarbeit eröffnet unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Schülerfirma aus neuen Perspektiven zu betrachten und wirtschaftliche Zusammenhänge ganz praktisch kennenzulernen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Studierenden neue Ideen zu entwickeln und die Arbeit von ‚Red Dot Art‘ weiter voranzubringen“, sagt Limberg von der Liebfrauenschule.

Auch für die Studierenden bietet das Projekt vielfältige Lernmöglichkeiten. Sie übertragen Inhalte aus ihrem Studium in einen realen Anwendungskontext, sammeln Erfahrungen in der interdisziplinären Zusammenarbeit und entwickeln ihre Beratungs-, Kommunikations- und Projektkompetenzen weiter. Zugleich lernen sie, wirtschaftliche Inhalte so aufzubereiten, dass sie für Kinder verständlich und praktisch erfahrbar werden.

In den kommenden Monaten sollen die bestehenden Aktivitäten der Schülerfirma analysiert und gemeinsam Ideen für Produkte, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit weiterentwickelt werden. Auch die Planung und Organisation von Verkaufsaktionen wird Teil der Zusammenarbeit sein. Ziel ist es, ‚Red Dot Art‘ in ihrer Entwicklung zu unterstützen und die Sichtbarkeit der Schülerfirma zu stärken.

Autor*in
Marie Reintjes