23.03.2016

Kulturwerkstatt Niederrhein zu Gast an der Hochschule Rhein-Waal

Einmal im Jahr lädt der Arbeitskreis Regionalkultur alle Kulturschaffenden und Kulturverantwortlichen zur KULTURWERSTATT  NIEDERRHEIN ein, um gemeinsam neue Möglichkeiten in der Kulturarbeit zu diskutieren, sowie Impulse zu setzten und Fördermöglichkeiten für regionale Projekte vorzustellen. 

Die vierte Veranstaltung in diesem Rahmen fand in der vergangenen Woche an der Hochschule Rhein-Waal statt und beschäftigte sich mit dem Thema InterKulturRaum Niederrhein. Hierfür hätte der Tagungsort in Kamp-Lintfort mit seiner wechselhaften, vom Strukturwandel geprägten Geschichte nicht passender gewählt werden können. Dabei haben insbesondere die verschiedenen Einwanderungswellen seit dem 2. Weltkrieg das Gesicht der Stadt geprägt und so zu dessen kultureller Vielfalt beigetragen. Aktuell erfährt dieses Thema mit dem Zuzug so vieler Menschen aus verschiedensten Regionen der Welt eine neue Brisanz. Es stellt sich die Frage, wie das kulturelle Zusammenleben von Einwanderern und einheimischer Bevölkerung gelingen und welche Rolle dabei Kunst und Kultur spielen kann. Diese zentralen Fragen standen im Fokus der Tagung.

Der Landrat und Vorsitzende des Kulturraum Niederrhein e.V. Dr. Ansgar Müller eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit Dr. Christoph Müllmann, dem Kulturdezernenten der Stadt Kamp-Lintfort und Prof. Dr. Schürholz, neuer Dekan der Fakultät Kommunikation und Umwelt. Anhand von acht Best-Practice-Beispielen aus verschiedenen Bereichen des kulturellen Lebens sollte im ersten Teil der Veranstaltung ein Einblick gegeben werden, wie interkulturelle Arbeit funktionieren kann. Der zweite Teil der Veranstaltung bot im Rahmen einer Podiumsdiskussion Raum für Fragen und Meinungsaustausch. Hier wurde die zentrale Fragen nach dem „Wie schaffen wir es, diese interkulturellen Herausforderungen zu meistern“ ausgiebig diskutiert. Den Abschluss der Veranstaltungen bildeten drei Workshops zu verschiedenen Themen der interkulturellen Kulturarbeit, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ebenfalls Raum für intensive Debatten bot.