25.03.2015

Ein virtueller Blick in die Studiengänge Sustainable Agriculture und Agribusiness

Ideenwettbewerb der Hochschule Rhein-Waal zur Spielentwicklung

Studierende der Hochschule Rhein-Waal entwickeln webbasierte Spiele zur Werbung von Studienanfängern für die Studiengänge „Agribusiness” und „Sustainable Agriculture” der Fakultät Life Sciences. Die Studierende Lisa Aenstoots aus der Fakultät Kommunikation und Umwelt überzeugt mit dem Spiel „Walter Wheat“ zum Thema Nachhaltigkeit.

Kleve/Kamp-Lintfort, 25. März 2015: Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs der Hochschule Rhein-Waal gestalteten Studierende webbasierte Spielideen, um potentielle Studienanfänger für die Bachelorstudiengänge „Agribusiness“ und „Sustainable Agriculture“ der Fakultät Life Sciences zu gewinnen. Das neu entwickelte Spiel soll die jungen Menschen über die Studiengänge informieren und zu einem Studium an der Hochschule Rhein-Waal motivieren. Ein Großteil der Konzepte und Ideen, die als Grundlage zur späteren Spielentwicklungen dienen sollen, entwarfen die Studierenden in einem gemeinsamen Workshop mit Prof. Dr.-Ing. Ido Iurgel, Professor für Medieninformation an der Hochschule Rhein-Waal.

Eine Expertenjury bestehend aus der Geschäftsführerin des Agrobusiness Niederrhein e.V., Dr. Anke Schirocki, Professorinnen und Professoren der Hochschule Rhein-Waal für die Fachbereiche Agribusiness, Agrarwissenschaften, Mediendesign, Medieninformatik und Science Communication sowie Vertretern der PR- und Marketingabteilung der Hochschule bewerteten gemeinsam die eingereichten Ideen und kürten die besten vier Konzepte. Die Ideen wurden u.a. hinsichtlich ihrer Kreativität und Attraktivität, ihrer Nutzerfreundlichkeit, ihrer Umsetzbarkeit und ihres Bezugs zur Zielgruppe von der Jury analysiert. Letztendlich vergab die Jury einen ersten Platz, einen zweiten Platz und zwei dritte Plätze.

1. Platz: Walter Wheat

Den Siegerentwurf reichte die Studierende Lisa Aenstoots aus dem Masterstudiengang „Digital Media“ der Fakultät Kommunikation und Umwelt aus Kamp-Lintfort ein. „In meinem Spiel steht der Spaß im Vordergrund. Die Zielgruppe sind vor allem junge Abiturienten im Alter von 17 bis 20 Jahren. Aber natürlich ist das Spiel auch für jede weitere Altersgruppe geeignet“, erklärt Lisa Aenstoots. Als Weizenähre „Walter Wheat“ sammelt der User in dem Jump´n´Run-Spiel neue Lebenspunkte und Wassertropfen, wodurch die Spielfigur im Laufe des Spiels an Stärke und Ähren dazu gewinnt. Nur wenn der User genügend Ähren gewinnt, hat Walter Wheat genügend Kraft, sich gegen die Gegner wie Schädlinge, Pestizide, chemische Dünger und Chemikalien zu wehren. Ziel des Spiels ist es, die CO2-Emissionen so gut es geht zu reduzieren. Interaktive Links zu den Studiengängen stellen neben der spielerischen, eine weitere Informationsebene dar.

„Über die hohe Qualität und Kreativität der eingereichten Beiträge waren wir sehr erfreut. Wir glauben, dass die Spielideen genau den Nerv unserer Zielgruppe treffen und sind zuversichtlich, damit noch besser auf unsere interessanten und zukunftsträchtigen Studiengänge aufmerksam machen zu können“, freut sich Prof. Dr. Dietrich Darr, Professor für Agribusiness an der Hochschule Rhein-Waal.

2. Platz: Greenhouse Planting

Den zweiten Platz sicherten sich die Studierenden Christine Oellers und Phillipp Meesters aus dem Studiengang „Medien- und Kommunikationsinformatik“ mit der Spielidee „Greenhouse Planting“. Das Spiel „Greenhouse Planting“ vernetzt die Virtualität mit der Realität und erzeugt damit ein ganz neues Spielerlebnis. Der User hat die Aufgabe das Klimahaus der Hochschule Rhein-Waal über ein interaktives Computersystem zu steuern und dieses somit zu versorgen. Via Twitter erhalten die User Informationen über den Zustand der Pflanzen und haben somit die Voraussetzungen, sich um die Belange des Klimahauses zu kümmern. Der Spieler hat mit dem Spiel die Aufgabe, die Pflanzen zu pflegen, um eine möglichst große Ernte zu erzielen, die dann in der realen Welt auf den Markt gebracht werden soll.

3. Plätze: Farmers World und Sally Farm

Den dritten Platz teilen sich die beiden Spielideen „Farmers World“ der Studierenden Fulya Ay aus dem Studiengang „Medien- und Kommunikationsinformatik“ der Hochschule Rhein-Waal und Dennis Martin aus dem Studiengang „Architektur“ an der Universität Kassel  sowie das Spiel „Sally Farm“ des Studierenden Zico Pratama Putra aus dem Studiengang „Bionics/Biomimetics“. Als Farmer besitzt der User in dem Spiel „Farmers World“ die Möglichkeit, das Beste aus seinem Grund und Boden herauszuholen. Mit dem Anbau und Verkauf von Lebensmitteln können sich die User eine Spielwährung erspielen. Durch das Ernten von Pflanzen verdient sich der Spieler Erfahrungspunkte, die er für den Aufstieg in das nächste Level benötigt. Das Ziel in diesem Spiel ist es, ein möglichst hohes Level und einen möglichst hohen Rang in der Bestenliste zu erreichen. Zusätzlich erlangt der Spieler Wissen über die einzelnen Studiengänge sowie über die Verderblichkeit der Lebensmittel, die Lebensmittelqualitätsansprüche und die Umweltschutz-Ansprüche beim Anbau und der Vermarktung von Lebensmitteln.

In dem Spiel „Sally Farm“ kümmert sich der User als junger Spielcharakter „Sally“ um die tägliche Pflege und Arbeit mit den Tieren der eigenen Farm sowie um die familienbetriebene Bar. Sally hat die Aufgabe, sich um das Management der Farm und der Bar zu kümmern. Der Spieler erlebt die Welt eines Farmermädchens und parallel die einer Barmanagerin.

 

Studieninhalte „Agribusiness“ und „Sustainable Agriculture“

In dem Studiengang „Agribusiness“ werden betriebswirtschaftliches Fachwissen und Managementkompetenzen für Unternehmen und Wertschöpfungsketten in der Agrar- und Ernährungswirtschaft vermittelt. Wachsende internationale Konkurrenz, steigende Qualitätsansprüche der Konsumenten an ihre Nahrungsmittel und die zunehmende Bedeutung von Umweltschutzaspekten im Produktionsprozess sind nur einige der Herausforderungen, der sich der Sektor gegenwärtig stellen muss.

In dem Studiengang „Sustainable Agriculture“ werden landwirtschaftliche und gartenbauliche Produktionssysteme als Teil der Wertschöpfungskette hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit analysiert, bewertet und Ansätze zu deren Optimierung entwickelt. Im Fokus steht hierbei die Nachhaltigkeit im ökologischen, ökonomischen und sozialen Sinn. Auch die sich daraus ergebende ethischen Fragestellungen werden thematisiert. Die breite Ausbildung, eine flexible individuelle Profilbildung und die internationale Ausrichtung des Studiums mit der Englischsprachigkeit eröffnen den Absolventen vielfältige Berufschancen in Beratungsunternehmen, Ernährungsindustrien, Verbänden und Behörden oder Organisationen im Umwelt- und Agrarbereich.