Sana Sarrazin

Alumnus
Sana Sarrazin 

Position
Junior Project Manager

Company
VOK DAMS Events & Live-Marketing 

Graduated
2016

Faculty
Society and Economics

Degree
Sustainable Tourism (B.A.)

 

Warum haben Sie sich dafür entschieden „Nachhaltiger Tourismus“ in Kleve zu studieren?

Der Studiengang bot einen Zugang zum Tourismus, einer interdisziplinären Branche, die viele Möglichkeiten bietet. Die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) verbindet dies mit dem wichtigsten Thema unserer Zeit: Nachhaltigkeit. Anders als ich anfangs dachte, bezog sich dies nicht nur auf ökologische Aspekte sondern auch auf soziale Belange der Zieldestinationen und die wirtschaftliche Tragfähigkeit aller Konzepte. Dieses „Mantra“ zog sich durch alle Module. Neben dem Studiengang lockte mich die junge und moderne Hochschule mit vergleichsweise enormer Internationalität.

Was sollten Studieninteressierte wissen, wenn Sie sich für den Studiengang Nachhaltiger Tourismus entscheiden?

Der Studiengang ist sehr interdisziplinär aufgebaut. Für Vertiefungen in bestimmte Bereiche muss man neben den Wahlpflichtfächern definitiv Praxiserfahrung durch Praktika oder Nebenjobs sammeln. Die Verkehrssprache unter den Studierenden ist häufig Englisch, die Module des Studiengangs sind allerdings auf Deutsch. Wahlpflichtfächer oder viel Zeit im Ausland während der Semesterferien bzw. im Auslandssemester sind dabei wichtig für die Sprachkenntnisse. Ansonsten ist Kleve klein aber fein und man muss oder man darf sich selbst einbringen, um es interessant zu gestalten! Diese Tipps lege ich jedem nahe, der über ein Studium an der HSRW nachdenkt.

Wie lautet das Thema Ihrer Bachelorarbeit?

Ich habe meine Bachelorarbeit sehr praxisorientiert in Zusammenarbeit mit dem Textilfilialisten SNIPES und Frau Prof. Dr. Halfmann geschrieben. Das Thema war die „Beeinflussung von Jugendszenen durch Sponsoring und Eventmarketing – am Beispiel von Snipes SE“. Hierfür habe ich Experten der Jugendszenen befragt, in denen SNIPES aktiv ist und die Ergebnisse anschließend u.a. in einer SWOT-Analyse ausgewertet und entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Sie arbeiten heute im Eventmanagement. Warum haben Sie diesen Weg eingeschlagen?

Ich habe schon Partys und Konzerte mit Freunden veranstaltet, bevor ich nach Kleve kam. Während des gesamten Studiums war ich Mitglied im AStA und später auch Leiter des Kultur- und Event Referats. Zusammen haben wir zum Beispiel den Winterball und unterschiedliche Veranstaltungsformate wie das „Running Dinner“ und Partys im Radhaus realisiert. Das erste Campusgrillen und auch der erste Homecoming Cup wurden von mir geleitet. Dass es das heute alles noch gibt, macht mich schon ein wenig stolz.

Des Weiteren habe ich mein Praxissemester im Wintersemester 2014 in Melbourne verbracht und dort organisierte ich Corporate Events im Investment-Bereich. Mit meiner Zeit bei Snipes zum Ende meines Studiums, konnte ich einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Sparten des Eventmanagements erlangen und war mir anschließend sicher, dass die Projektarbeit im Veranstaltungsbereich der einzige Weg für mich ist.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Die Agentursarbeit unterscheidet sich stark von Musik- und Kulturveranstaltungen und natürlich auch von studentischen Formaten. Heute geht es jedes Mal um die neuen Anforderungen des Kunden und der jeweiligen Zielgruppe. Hier ist an Formaten eigentlich keine Grenze gesetzt, außer dem Budget natürlich. Aktuell arbeite ich bei VOK DAMS im Projektmanagement. Wir planen die gewünschten Großveranstaltungen von der Budgetaufstellung, über die Produktion bis hin zur Vernetzung des Ganzen mit den Kommunikationskanälen der Kunden. In allen Projekten schlägt das Thema Nachhaltigkeit immer wieder auf. Zum Beispiel wird bei vielen Formaten darauf geachtet, den CO²-Ausstoß bei den An- und Abreisen der Gäste zu reduzieren oder Lärmbelästigung von Anwohnern zu vermeiden. Die Sensibilisierung der Beteiligten spielt hierbei natürlich eine große Rolle, die fachliche Argumentation ist dabei sehr hilfreich.

Nebenberuflich arbeite ich selbständig als Konzertveranstalter und freier Projektmitarbeiter im Kulturbereich, aber das ist noch im Wachstum. VieleVeranstaltungen finden natürlich am Wochenende statt, das muss man wissen und in Kauf nehmen. Aber ich liebe die Abwechslung, die dieser Job bringt.

Welchen Beruf wollten Sie als Kind ausüben?

Als Kind wollte ich immer Musiker werden. Zum Glück lässt sich meine Liebe zur Musik gut mit meinen Beruf vereinbaren. Ich bin ganz froh, wie es gelaufen ist, da ich jeden Tag Spaß an meiner Tätigkeit habe. Man glaubt es kaum, wie spannend es hinter der Bühne oder in einem Produktionsbüro zugeht, auch wenn man schnell die Hollywood-Vorstellungen von Backstage-Bereichen verliert und seltener privat Veranstaltungen besucht.

Denke ich an meine Studienzeit an der Hochschule Rhein-Waal zurück, denke ich an...

…Grandiose Hauspartys, Hochschulsport, viele neue Blickwinkel auf die Welt und fantastische Menschen. Außerdem an einen Wissenszuwachs, der über die Studieninhalte weit hinausgeht. „Im Studium lernt man fürs Leben“ hat man mir abgedroschen im Vorfeld erzählt…Jetzt kann ich nur sagen: „Das stimmt!“. Das Studium war natürlich auch hilfreich um einen guten Start in die Berufswelt hinzulegen. Ich denke insgesamt sehr gern daran zurück.