Mentoring: Bürger unterstützen Studierende
Kamp-Lintfort, 7. März 2012: Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen haben im Vorfeld ihr Interesse bekundet, die Studierenden der Hochschule Rhein Waal zu unterstützen. Jetzt ist es möglich! In Kamp-Lintfort startet die Hochschule am 28. März ihr Mentoringprogramm „Bürger unterstützen Studierende.“ Das erste Treffen mit Studierenden findet um 19.30 Uhr in der Mensa auf dem Campus Kamp-Lintfort, Südstraße 8, statt. Bereits um 18 Uhr treffen sich die angehenden Mentoren und solche, die es werden wollen, zum Meinungsaustausch. Prof. Dr. Anja Freifrau von Richthofen, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Weiterbildung, wird über das neue Programm informieren.
Allgemein bezeichnet das Wort „Mentor“ die Rolle eines Ratgebers oder erfahrenen Beraters, der mit seiner Erfahrung und seinem Wissen die Entwicklung seines Schützlings fördert. Im Mentoringprogramm der Hochschule Rhein-Waal sollen Bürger diese Rolle übernehmen und den Studierenden so den Einstieg erleichtern. Mentoren unterstützen bei der kulturellen Integration, helfen das Heimweh zu lindern und die ferne Familie zu ersetzen. Eventuell wird auch zusätzlich zur Unterstützung durch die Hochschule weitere Hilfe bei Behördengängen, Wohnungssuche oder Bewerbungen zum Praktikum notwendig sein. Gemeinsame Aktivitäten fördern in jedem Fall das kulturelle Verständnis. „Was die Mentoren als Ratgeber leisten können und wollen, liegt allein bei ihnen. Wir sind dankbar für jegliche Unterstützung, die unseren Studierenden entgegen gebracht wird", betont Hochschul-Präsidentin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz. „Wir haben viele Anfragen. Die Bürgerinnen und Bürger wollen helfen und suchen den Dialog. Unsere Studierenden werden mit offenen Armen empfangen. Das zeichnet die Standorte in Kleve und Kamp-Lintfort aus.“
Überwiegend - aber nicht ausschließlich - Studierende aus dem Ausland freuen sich auf diese Form der Unterstützung, denn meistens stellt nicht nur die Sprache ein Problem dar. Auch die kulturellen Unterschiede können eine Herausforderung sein. „Da besteht Gesprächsbedarf. Die Mentoren können diesbezüglich eine wichtige Stütze sein“, erklärt Prof. Dr. Anja Freifrau von Richthofen. In Kleve wurde das Mentoringprogramm bereits Ende des letzten Jahres erfolgreich gestartet. Mittlerweile gibt es 20 „Ratgeber“, die sich aktiv um von ihnen ausgewählte Studierende kümmern – besser gesagt: man hat sich gegenseitig ausgewählt.
Bestimmte Voraussetzungen, um Mentor zu werden, gibt es nicht. Allerdings wäre es von Vorteil, wenn sich die Bewerber auch in Englisch verständigen könnten. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich ab sofort bei Carina Pelargus, Telefon 02821/ 806 73 111, oder per Mail unter mentor-kamp-lintfort@hochschule-rhein-waal.de für die Infoveranstaltung am 28. März anmelden. Um 18 Uhr geht es für die Mentoren los.
