Entwicklung der Hochschule wird in Indien aufmerksam verfolgt
Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz schließt Kontakt zur New Delhi University / Erstes Projekt mit Studierenden startet im Juli
Auf Einladung des Präsidenten der Bengal Engineering and Science University, Prof. Ajoy Kumar Ray, besuchte Prof. Dr. Marie-Louise Klotz Indien nun erneut, um in Neu-Delhi mit führenden Bildungspolitikern auf Tuchfühlung zu gehen. “Wir werden in Indien als Musterbeispiel angeführt, wie schnell sich eine Hochschule entwickeln kann”, so die Präsidentin. Die Aufmerksamkeit, die man der Hochschule entgegen bringe, sei enorm. Außerdem konnte die Professorin bei ihrem einwöchigen Aufenthalt einen Kontakt zur New Delhi University schließen, die mit rund 500.000 Studierenden zu den größten Hochschulen in Indien zählt.
Kleve/Emmerich/Kamp-Lintfort, 14. Juni 2012: Bereits Anfang des Jahres besuchte die Präsidentin Indien, wo sie unter anderem eine Kooperationsvereinbarung mit der Bengal Engineering and Science University abschließen konnte sowie eine Kooperation mit dem Indian Institute of Technology (IIT) in Kharagpur vorbereitet wurde. Dieser elitäre Universitätstyp in Indien ist ingenieurwissenschaftlich-technologisch ausgerichtet und im Gegensatz zu den anderen Hochschulen des Staates West Bengal direkt der Zentralregierung in Delhi unterstellt. Zusammen mit Prof. Kumar Ray besuchte Präsidentin Prof. Klotz nun den Finanzminister der Zentralregierung Indiens in Delhi, Pranab Kumar Mukherjee, Minister Kapil Sibal vom Ministerium Human Ressource Development sowie Professor Prakash als Chairman der University Grand Commission, die in Indien die Universitäten auf Bundesebene überwacht. „Die Bengal Engineering and Science University ist eine Landesuniversität, aber Ray möchte sie auf Bundesebene verankern“, erklärt Prof. Klotz den Hintergrund der Gespräche. Hochschulen, die unter direkter Kontrolle der Zentralregierung stehen, werden mit deutlich höheren Zuwendungen bedacht. Zusammen mit der Hochschule Rhein-Waal versucht Prof. Ray bei den verantwortlichen Stellen deutlich zu machen, wie gut die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene klappt – eine Partnerschaft mit Vorbildfunktion! „Und das kommt gut an. In Indien hat eindeutig ein Umdenken stattgefunden. Das Land öffnet sich und forciert die Internationalisierung. Der Spielraum für internationale Projekte vergrößert sich“, so Professorin Klotz weiter. „Und das ist gut so. Für die jungen Menschen in beiden Ländern als auch für die Wirtschaft sind China und Indien die wichtigsten Märkte in Asien!“ Das Office des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Delhi, mit dem Prof. Ray und die Präsidentin ebenfalls ausführliche Gespräche führten, ist von den Kontakten der Hochschule Rhein-Waal sehr angetan und wird diese für sich ebenso nutzen können.
Für die Hochschule Rhein-Waal mit ihrer internationalen Ausrichtung ergeben sich auf dem Subkontinent neue Chancen. Der Kontakt zur New Delhi University als eine der weltgrößten Hochschulen gehört dazu. Nach konstruktiven Gesprächen mit Vice-Chancellor Prof. Dinesh Singh wird eine Kooperationsvereinbarung gerade aufgesetzt. „Das erweitert unseren Spielraum deutlich“, sagt die Hochschulpräsidentin. Vice-Chancellor Singh ist übrigens direkt dem Premierminister Indiens unterstellt – das unterstreicht den Stellenwert, den die Hochschule im eigenen Land genießt.
Mit der Bengal Engineering and Science University läuft hingegen schon im Juli das erste Projekt an. Dafür werden zwei Studierende nach Indien fliegen, um ein Vorhaben vor Ort zu begleiten. Das Projekt befasst sich mit dem Themenkomplex Mikrobiologie und Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs. Beteiligt ist die Fakultät Life Sciences. Ein wegweisendes Projekt für die Studierenden, die sich nun auf internationalem Parkett bewähren können und ein wegweisendes Projekt für die Forschung. „Und genau dafür schließen wir Kooperationsvereinbarungen mit Hochschulen im Ausland“, zeigt sich Prof. Klotz zufrieden.
