Hochschule Rhein-Waal bietet fünf neue Studiengänge an
Bioengineering, Industrial Engineering, Journalism and Bionics, Gender and Diversity und Frühkindliche Bildung ab dem Wintersemester 2012/2013
Im September wird der neue Campus in Kleve feierlich übergeben. Mit dem Bezug der neuen Räumlichkeiten wird die Hochschule Rhein-Waal ab dem Wintersemester 2012/2013 ihr Studienangebot noch einmal erweitern und die Bachelorstudiengänge Industrial Engineering, Bioengineering, Journalism and Bionics sowie Gender and Diversity und Frühkindliche Bildung anbieten.
Kleve/Emmerich/Kamp-Lintfort, 19. April 2012: Vier der fünf neuen Studiengänge werden ausschließlich in englischer Sprache angeboten. Das unterstreicht die internationale Ausrichtung der Hochschule. „Mit diesen neuen Angeboten reagieren wir auf den steigenden Bedarf an Spezialisten. Absolventen dieser Studiengänge bringen ein entsprechendes Fachwissen mit und finden in der Region aber auch weltweit interessante Betätigungsfelder“, erklärt Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal.
Studiengang: Bioengineering
Der Bachelorstudiengang „Bioengineering“ bereitet auf das zukunftsweisende Berufsfeld der Biotechnologie vor, d.h. die technologische Umsetzung molekularbiologischer Erkenntnisse bis hin zur großtechnischen Produktion – also vom Gen zum Produkt – steht hier im Mittelpunkt. In diesem neuen Studiengang der Fakultät Life Sciences werden Methoden der Molekularbiologie gelehrt und kleinste Teile wie einzelne Zellen und Moleküle untersucht. „Biotechnologie ist eine Querschnittstechnologie. Arbeitsplätze finden Biotechnologen in Unternehmen der produzierenden Industrie, wie der pharmazeutischen Industrie, der industriellen Biotechnologie, der Lebensmitteltechnologie und der Umwelttechnologie, sowie in Untersuchungslaboren“, erklärt Prof. Dr. Dirk Bockmühl, Dekan der Fakultät Life Sciences. Mit Biotechnologie ließen sich neue Pflanzensorten züchten oder Alltagsprodukte wie Waschmittel oder Kosmetika effizienter herstellen.
Studiengang: Journalism and Bionics
Die Studierenden des neuen englischsprachigen Bachelorstudiengangs „Journalism and Bionics“ erwartet eine Mischung aus naturwissenschaftlichen, technischen und journalistischen Fächern. Neben Textwerkstätten und journalistischen Recherchen ist die Bionik als Schnittstelle von Natur- und Ingenieurwissenschaften das wichtigste Themengebiet. Die erlernte Methodenkompetenz ermöglicht es, sowohl mit Fachleuten zu kommunizieren als auch komplexe technische Sachverhalte einem nicht wissenschaftlichen Publikum transparent darzustellen. „Von public relations in großen Unternehmen über Journalismus bis hin zur ‚Sendung mit der Maus‘ stehen unseren Absolventen alle Türen offen“, sagt Prof. Dr. Thorsten Brandt, Dekan der Fakultät Technologie und Bionik.
Studiengang: Industrial Engineering: Communication and Information Engineering
Der neue Bachelorstudiengang konzentriert sich auf den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. „Wir berücksichtigen in diesem Studiengang aktuelle Entwicklungen: In modernen Systemen kommen immer häufiger kleine verteilte Komponenten zum Einsatz, die unterschiedliche Daten mit Sensoren aufnehmen, vorverarbeiten und diese an rechenstarke Server für komplexere Verarbeitungen übertragen“, sagt Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Dekanin an der Fakultät Kommunikation und Umwelt. Die Sensorik ist ebenso Thema des Studiengangs wie auch die Informationsübertragung und aktuelle Formen der mobilen Kommunikation. „Wir wollen die Kette der Signalaufnahme, Übertragung und Verarbeitung abdecken und einen engen Praxisbezug haben“, erklärt die Dekanin weiter. Dieser Studiengang wird in Kamp-Lintfort angeboten.
Fakultät Gesellschaft und Ökonomie mit zwei neuen Angeboten
Die Fakultät Gesellschaft und Ökonomie, bisher ansässig in Emmerich, wird nach ihrem Umzug im August 2012 auf den neuen Campus in Kleve zwei neue Bachelorstudiengänge anbieten: „Gender and Diversity“ und „Frühkindliche Bildung“. In zwei Workshops wurde das neue Studienangebot Experten aus der Region vorgestellt. „Wir haben interessante Impulse aufgenommen. Es sind Anknüpfungspunkte entstanden, die wir nun zum Start noch ausbauen wollen“, erklärt Prof. Dr. Hasan Alkas, Dekan der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie.
Studiengang: Frühkindliche Bildung
Der Bachelorstudiengang „Frühkindliche Bildung“ wird sich mit der systematischen Beobachtung und Untersuchung von Lern-, Entwicklungs- und Bildungsprozessen beschäftigen. „Veränderungen in gesellschaftlichen Strukturen sowie der demographische Wandel erhöhen die Erwartungshaltung an die frühkindliche Bildung. Frühpädagogische Ansätze für Kinder im Alter bis zu neun Jahren gewinnen mehr und mehr an Bedeutung“, erklärt der Dekan. Angehende Absolventen sollen Potenziale der Kinder erkennen und zielgerichtet fördern können. Studienschwerpunkte sollen neben grundlegenden pädagogischen Ansätzen in der Frühpädagogik auch das Management von Bildungseinrichtungen sowie die Entwicklungspsychologie und -diagnostik sein. Dieser Studiengang wird in deutscher Sprache angeboten.
Studiengang: Gender and Diversity
Der interdisziplinäre Bachelorstudiengang „Gender and Diversity“ beschäftigt sich mit neuen Formen der Arbeitsteilung, veränderten Familienmodellen und einer damit einhergehenden signifikanten Veränderung der Rollenbilder. Der neue Studiengang wird sich auf soziale und wirtschaftspolitische Diversifizierungsmerkmale wie ethnische, soziale und demographische Hintergründe konzentrieren. „Absolventen des neuen Studiengangs können dabei helfen, soziale Diskriminierungen von Minderheiten zu verhindern und verbessern gleichzeitig die Chancengleichheit am Arbeitsplatz und bei der Personalauswahl“, erklärt Prof. Alkas und betont den internationalen Kontext des Studiengangs, der folgerichtig komplett in englischer Sprache angeboten wird.
